neuer Bundespräsident in D !

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Sibyl

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Posts: 72

Re: neuer Bundespräsident in D !

from Sibyl on 07/01/2010 01:30 PM

Zudem ist die Wahl zum Bundespräsident mit Promiempfehlung mehr als überholt und gehört viel näher an den einzelnen Bürger. Immerhin darf direkt gewählt werden, wo geraucht werden soll, aber wer Bundespräsident wird, entscheidet eine Stimmung aus Parteizugehörigkeit und Konsenzunfähigkeit. Beides im Prinzip unwürdig für eine Demokratie.

Sehe ich auch so. Und diese Entscheidung war definitiv gegen den Wunsch des Volkes, obwohl das auch den Entscheidern klar war. Alles nur noch Vetternwirtschaft.

- Es gibt drei Wahrheiten: die historische, die persönliche und die tatsächliche. -
- Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen. -
- Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit. -

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Natat

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Posts: 162

Re: neuer Bundespräsident in D !

from Natat on 07/01/2010 09:54 AM

Nun, ich kenne die gründe nicht, aber die Linke wird sich schon was dabei gedacht haben sich von den Wahlen zu enthalten.

Natat

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lamdacore

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Re: neuer Bundespräsident in D !

from lamdacore on 07/01/2010 08:27 AM

Würd mich nicht wundern, wenn die dort mehr wissen, wie die Öffentlichkeit erzählt bekommt.

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mckoffly

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Posts: 127

Re: neuer Bundespräsident in D !

from mckoffly on 07/01/2010 08:23 AM

Was ich nicht verstehe, ... es wird immer gesagt, dass man wählen soll, denn nur so kann man was verändern! ...und das ist auch vollkommen richtig so ... warum zum Teufel enthält sich dann aber aber ein großteil der Linke der Stimmen? Das sind doch dann mal gute Vorbilder.

-------------------------------------------------- I WANT TO BELIVE .... SO GIVE ME SOME REAL FOOTAGE

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sco
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neuer Bundespräsident in D !

from sco on 07/01/2010 02:12 AM

Die schwarz-gelbe Koalition brachte ihren Kandidaten für das höchste Staatsamt am Mittwoch durch. Allerdings erst im dritten Wahlgang in der Bundesversammlung. Eine Art der Vertrauensfrage, da trotz deutlicher schwarz-gelber Mehrheit und eindringlicher Mahnung von Bundeskanzlerin Angela Merkel rund fünfzig Delegierte dem niedersächsischen Ministerpräsidenten zweimal die Zustimmung verweigerten und votierten teilweise für den Gegenkandidaten von SPD und Grünen, Joachim Gauck. Besonders unglücklich war die Haltung der Linken. Nachdem durchaus eine Mehrheit für Gauck im dritten Wahlgang möglich gewesen wäre, enthielt sich fast die gesamte Linkspartei der Stimme. Begründet wurde dies durch die Haltung von Gauck zum Kriegseinsatz in Afghanistan und zu den Hartz-4-Gesetzen.
Kommentar:
Meiner Meinung nach verpasste die Linkspartei eine einmalige Chance, um als etablierte Partei auf einer Ebene mitreden zu können und vielleicht auch einmal mitregieren zu können. Es ist eine ganz alte Leier, die verstrittene Linke, die zwar eine deutliche Mehrheit hat, aber zu keinerlei Konsenz fähig ist. So wurde der von den Bürgern bevorzugte Gauck einfach wegdemokratisiert. Wulff wird es nun äußerst schwer haben, als linientreuer CDU-Politiker irgendwelche Akzente zu setzen, die das Volk gerne gesehen hätte. Bundeskanzlerin Merkel wird froh sein, dass der CDU-Vize, als ein potenzieller Rivale Merkels, jetzt bestens aufgehoben ist. Die Schwarz-gelbe Regierung sehe ich jedoch mehr als beschädigt, nicht nur durch das Wahlverhalten, sondern auch durch den ungeklärten Rückttritt von Horst Köhler. Zudem ist die Wahl zum Bundespräsident mit Promiempfehlung mehr als überholt und gehört viel näher an den einzelnen Bürger. Immerhin darf direkt gewählt werden, wo geraucht werden soll, aber wer Bundespräsident wird, entscheidet eine Stimmung aus Parteizugehörigkeit und Konsenzunfähigkeit. Beides im Prinzip unwürdig für eine Demokratie.

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