Waffengebrauch/ besitz
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Hades
Gelöschter Benutzer
Re: Waffengebrauch/ besitz
von Hades am 27.08.2009 20:59Das Thema wieder ... -.-
Ich weiß was du meinst Mesa. Dir geht es, wie du schon sagtest, um das Gleichgewicht, sollte ein Konflikt zwischen Staat und Bevölkerung losbrechen.
So, und dann hast du dein Gleichgewicht, und dann? Dann verrecken genauso viele Leute. Wahrscheinlich sogar noch mehr. Ganz klasse! 
Es ist natürlich der einfachste Weg, wenn man das so ganz plump betrachtet. Staat+Alle Menschen die was mit dem Staat zu tun haben (Polizei, Armee ...) gegen die Bevölkerung. Aber hey, die Soldaten und Polizisten leben nicht in Wolkenstädten. Die sind genauso die Bevölkerung. Die wohnen in den gleichen Häusern wie alle anderen Bürger. Und vor allem sind die meisten noch in der Lage ein bisschen zu denken und vielleicht auch zwischen richtig und falsch zu entscheiden. Was auch noch eine Rolle spielt, ist, dass kein Soldat alleine vorgeht und sagt dass er zur "Seite" der Bevölkerung wechselt. Wenn sich aber mehrere absprechen und vorgehen, dann folgt der Rest wahrscheinlich auch, eben weil die durch einen Stich im Bauch merken, wie falsch es wäre gegen die Bevölkerung vorzugehen.
In meiner Realität wird es sowas nie geben, aber für die Leute, die es erleben wollen sei folgendes gesagt:
Überlegt euch lieber genau was es bedeuten würde einen Waffenkampf zu führen. Versetzt euch mal richtig in das Szenario mit allen Details, von Anfang bis Ende. Ist das echt so toll?
Es gibt immer andere Wege, auch bessere Wege. Nur hat man eben die Wahl, die einem keiner abnimmt...
BlackMesa
Gelöschter Benutzer
Re: Waffengebrauch/ besitz
von BlackMesa am 27.08.2009 20:30Was ich damit meine ist nicht eine Straßenschlacht^^ sondern mehr, dass der Staat es sich zweimal überlegen sollte sein eigenes Volk einzusperren, wenn er (der Staat) weiß, dass sich das Volk durchaus wehren kann.
Diese Situation errinert mich zwar sehr an die Situation im Kalten Krieg (zögern, taktieren, zweifeln, und aber doch vielleicht angreifen), aber Gegenfrage:
Was tun, sich solche Muster deutlich äußern werden? Was haben wir einer solchen "Macht" entgegenzusetzen? Wenn plötzlich nun ein Gesetz erlassen wird, dass alle Bürger dazu verdonnert sich mit irgendwas impfen zu lassen? Was wird man mit denen machen (wie wir), die sich weigern werden?
Da das aber wohl nie passieren wird, weil wir engagierte Menschen sind, ...
Nex
Gelöschter Benutzer
Re: Waffengebrauch/ besitz
von Nex am 27.08.2009 20:17Das mit den wehrlos gegen die Staatsmacht ist immer so dahergesagt. Ich komme irgendwie überlegungstechnisch nicht dahinter, wie das denn gehen sollte???
Eine Hundertschaft kommt angerumpelt. Und dann?
Alle abknallen?
Live is not a game!
Zum Überleben taugt das dann keine Minute mehr, würde man das Ballern anfangen. Diese Option ist jedenfalls KEINE Option. Es sei denn für einen heldenhaften Mehrtürer-Tod (ne, wie heißt das, diese Geschichte mit den siebzehn Jungfrauen? Märtyrer?), was unter diesen Gesichtspunkt dann doch wieder eine Option wäre, weil, wer will schon in solch einem Staat, solch einer Welt leben?
Nuja, möge jeder seine Optionen überdenken ...
BlackMesa
Gelöschter Benutzer
Re: Waffengebrauch/ besitz
von BlackMesa am 27.08.2009 19:52Etwas neues zum Waffenbesitz, oder vielmehr zum Nicht-Besitz: Artikel in der NRZ vom 4. August
Ein entwaffnender Erfolg
Jörg Maibaum
Lars Mündelein ist wie kein zweiter bei Essens Polizei dick im Waffengeschäft und kennt so manche Räuberpistole, die ihm überreicht wurde. Doch was dem Sacharbeiter für Waffenangelegenheiten in diesem Jahr unterkommt, ist selbst für ihn als Experten mit Erfahrung ein echter Knaller: die freiwillige Abgabe von privaten Waffen hat einen so deutlichen Schub bekommen, dass die Zahlen zur Zeit auf nie dagewesene Höhen steigen. Knapp 1200 Lang- und Kurzwaffen, Pistolen und Gewehre haben Bürger in den ersten Monaten dieses Jahres aus Kisten und Kellern, Schränken und Schubladen gekramt um sie auf den Wachen der Stadt abzugeben.
Setzt sich dieser deutlich Trend bis zum Dezember fort - wovon Mündelein ausgeht - landen in diesem Jahr wohl mehr als doppelt so viele Gewehre, Pistolen und Revoler in der amtlichen Asservatenkammer wie 2008. In 2007 waren es 950, im Jahr davor "Gut 800 Waffen", sagt Mündelein.
Den Text musste ich abschreiben, weil Zeitung nicht mit dem Pc "kompatibel" ist

Nun, was haltet ihr davon? Es handelt sich hier zwar anscheinend vorwiegend um Antiquitäten, und ältere Waffen, doch trotzdem weckt dieser Trend des "Waffenabgebens" bei mir irgendwie verdacht. Ich komm nicht drum rum zu denken, dass das ein weiteres Mittel ist um die Bevölkerung wehrlos gegenüber der Staatsmacht zu machen. In drastischen Fällen wären selbst solch "alte Waffen" von Nutzen, wenn die Behörden die Menschen aus den Häusern ziehen.
Generell, was ja auch schon in anderen Diskussionen zu Worte kommt - bin ich auch gegen Waffengewalt. Aber dennoch finde ich es richtig (aus politischer Sicht betrachtet), dass das Volk ein Gegengewicht zur Staatsherrschaft bilden können muss - im Krisenfall.
BlackMesa
Gelöschter Benutzer
Re: Waffengebrauch/ besitz
von BlackMesa am 15.08.2008 16:21Wollte ich grad sagen. Mir ist aufgefallen, das bei sich in meiner Schule nun auffallend viele junge Lehrer befinden. Grade jetzt zu Anfang des neuen Schuljahres. Da sind zum Teil Lehrer, eine Lehrerin von mir ist 25 Jahre alt.
Da kann ich aber auch eine Chance drin sehen. Denn die Schüler haben vielleicht mehr Respekt vor jüngeren Lehrern, weil sie vom Altersunterschied nicht so weit entfernt sind wie von anderen Lehrern.
Finde ich gut, dass du Lehrer werden willst, N4R4Y4n, wirklich! 
Nex
Gelöschter Benutzer
Re: Waffengebrauch/ besitz
von Nex am 15.08.2008 16:17Solche schier auch notwendigen Rebellionen würde ich voll unterstützen! Und meine Hochachtung N4 vor deiner Berufswahl. Das passt doch.
Wie aber kriegen wir die Gewalt jener in den Griff, die sich selbst aufgegeben haben oder aufgegeben worden sind??? Eine gesellschaftliche Herausforderung, für die sich anscheinend niemand so recht zuständig fühlt! Weil man ja auch hilflos davor steht.
Die Gewalt rührt ja nicht daher, dass man mit dem, in der Tat unzumutbaren schulischen Situation in diesem Land nicht zufrieden ist. Möchte jeden Mal empfehlen an einem Sonntag Morgen über die Reeperbahn in Hamburg zu gehen (wenn man sich dann zwischen den an jeder Ecke stattfindenden Schlägereien von "Kindern" hindurchzuschlängeln vermag), da ist jedenfalls kein Protest über das Schulsystem zu hören. Wir reden hier über zwei paar verschiedene Schuhe!
Nex
Re: Waffengebrauch/ besitz
von N4R4Y4N am 15.08.2008 16:05Ich glaube, dass die jüngere Generation die dogmatischen Ansätze der "alten" Generation instinktiv ablehnt. Sie erkennen beispielsweise den Unnutzen des gegenwärtigen Schulsystems. Das heutige System wurde Anfang des 19Jh. unter der Prämisse der Schaffung von kapitalistischen "Systemgünstlingen" geschaffen. Die Schule sollte eine Art "Fabrik" für ihre "neuen Menschensklaven" sein.
Die jetzt ablaufende "Indigorevolution" zeigt, zumindest mir, dass die Jugend nicht respektlos oder verkommen ist. Nein, das Gegenteil ist wohl der Fall. Das Rebellieren gegen dieses Schulsystem, Sozialsystem usw. resultiert meines Erachtens nach durch die Bewußtseinsveränderung des gesamten Planeten.
Lehrer sind überfordert weil sie die Funktionen der Familie übernehmen sollen. Der Staat hat dafür gesorgt, dass Eltern nicht mehr genug Zeit haben bzw. ihre Prioritäten anders setzen. Die Schulen sind nur ein Ventil die gerade aufzeigen, dass es so nicht weitergehen kann. Ich hoffe ernsthaft daran arbeiten zu können und ein "sinnvolles" System des Lernens und Wissens mit aufzubauen.
In dem Sinne
Neue Lehrer braucht das Land
Greetz
N4R4Y4N -zukünftiger Lehrer
Nex
Gelöschter Benutzer
Re: Waffengebrauch/ besitz
von Nex am 15.08.2008 15:44Ja, wahrscheinlich wird es noch schlimmer werden, was aber auch Indiz dafür ist, dass der kritische Punkt erreicht und ein Paradigmenwechsel dringend von Nöten ist.
Was ich nicht verstehe ist: Ich sehe auch Gewaltfilme, kenne Gewaltspiele ect. Warum verspüre ich dann nicht den völlig primitiven Wunsch, andere Menschen dessen Nase mir vielleicht nicht passt zu killen???
Dieses Verhalten deshalb auf zugängliche Medien und ihre Inhalte zurückzuführen greift mir zu kurz. Denn ich bin der Meinung, dass JEDER Mensch mit einem ganz natürlichen Instinkt für gut und böse ausgestattet ist. Ein Fünfjähriger kennt diese Unterscheidung. Ich kann doch wohl von einem Dreizehnjährigen schon verlangen, dass er sich über die Konsequenzen seines Handelns bewusst ist.
Anscheinend kommt aber dieser ganz natürliche Instinkt den neuen Inkarnationen "böse" abhanden. Wenn das aber so ist, das sage ich einmal ganz drastisch als "Opa", dann wundert euch nicht, wenn viele von den Älteren nur noch Verachtung für die Jugend (primitive Wilde) übrig haben!
Jugend war immer rebellisch und das ist auch gut so. Aber so wie diese (ein Phänomen, dass auch in anderen westlichen Staaten zu beobachten ist) sich gebärdet, ist das nicht mehr zu tolerieren, wollen wir nicht im Chaos enden. Was für eine Zukunft stellen sich solche Halbaffen eigentlich vor ... JEDER gegen JEDEN???
Nex
BlackMesa
Gelöschter Benutzer
Re: Waffengebrauch/ besitz
von BlackMesa am 15.08.2008 15:25Aber wenn wir eine verloren Generation darstellen, was ist mit den nachkommenden? Die wachsen ja dann schließlich unter der Dominanz der älteren auf. Und aufgrund des altersunterschiedes werden sie vollkommen schutzlos sein. Womit ich allerdings nicht sagen will, dass sie aktiv, also durch Gebrauch von Waffen, etwas dagegen tun sollten.
Nur wer sagt, dass es nur bei "meiner" Generation bleibt? Ist es nicht viel warscheinlicher, dass noch weitere so werden, wenn nicht noch schlimmer? Wenn die Medien ihren Kurs von unzensierter, ja sogar aufwendig inszenierter Gewalt fortführen? Wenn die Jugendgewalt aufgrund des Paradigmenwechsels in "immer noch schlagen wenn einer auf dem Boden liegt" noch weiter zunimmt? Handyvideos und all sowas unterstützen sowas ja nur. Denn es ist ja schließlich "In", gewalttätig zu sein.
Und der in meinen Augen stetige Abbau von gesellschaftlichen Normen? Wenn Menschen in der U-Bahn geschlagen werden, weil sie gebeten wurde ihre Musik leiser zu machen? Wohin führt das...oder weil (hab ich schon beobachtet) Menschen von Kindern angemacht werden, weil sie sich bestimmt kleiden oder etwas stabiler sind?
Mein früherer Deutschlehrer, den ich aufgrund seines Wissens/ Sprachgebrauch und seines Intellekts sehr bewundere hatte letztes Jahr einmal erzählt, dass er von drei ungefähr 14-jährigen, ausländischen Mädchen angerempelt wurde und sie zu ihm sowas wie "Opa, geh uns aus dem Weg" gesagt hätten. Daraufhin sagte er uns (der Klasse) dann, "Ja, da hab ich gemerkt, dass ich langsam alt werde". Dabei ist er nicht so alt, als dass man ihn Opa nennen würde.
Nex
Gelöschter Benutzer
Re: Waffengebrauch/ besitz
von Nex am 15.08.2008 15:10Weißt du BlackMesa, ich kann deine Gedankengänge schon nachvollziehen. Diese ausufernde Gewalt unter euch Jugendlichen gibt wirklich Anlass zur Sorge. Wir waren auch keine Engel damals, aber wir "unterhielten" uns, wenn es gar nicht mehr anders ging, allerhöchstens mit Fäusten. Sobald einer auf der Erde lag war schluß. Was wollte man auch mehr? Man hatte in dem Sinne ja "gewonnen". Heute scheint das nicht zu reichen. Aus einen mir unerklärlichen Mangel an Emphatie heraus, wollen viele Jugendliche ihr Gegenüber heute anscheinend regelrecht bis zur allerletzten blutigen Konsequenz hinrichten. Das ist schier unglaublich!!!
So traurig dies ist, in diesem Sinne halte ich euch für eine "verlorene Generation"!
Wer aber Gewalt mit Gegengewalt beantwortet, tut nichts anderes, als diese endlose Spirale weiter in Schwung zu halten. Das ist falsches Verhalten. Leider aber auch bloße Theorie, ich weiß. Denn du wärest dann immer ein schutzloses Opfer. Schwierig deshalb, herauszukommen aus diesen Teufelskreis. Trotzdem, meine Meinung ist, wer eine Waffe hat, wird sie auch benutzen. Und ich wünsche jeden viel Spaß mit einem Gewissen zu leben, dass einem ständig sagt: Du hast einen Menschen dass Leben genommen! So einfach und cool, wie ihr euch das vorstellt, werdet ihr diese quälenden Gedanken nämlich nicht wegstecken können, wenn ihr in eurer Zelle sitzt, abends beim Einschlafen. Ich weiß von vielen Häftlingen, die offen zugeben, dass sie sich nachts heimlich und still in die Kissen weinen, angesichts ihrer Schuld! Es ist eben in der Wirklichkeit nicht wie in Gangsterfilmen und in den beschissenen Rap-Texten!
Und was nützen dir eigentlich Waffen gegenüber Staatsvertretern? Du brauchst sie nur zu zücken und wirst den Preis deiner auf viele Jahre verlustig gegangenen Freiheit dafür bezahlen müssen.
Seufz, ich möchte heute nicht nochmal unter zwanzig sein. Ehrlich nicht. Der pure Wahnsinn, den ihr da veranstaltet. Grützendämlich abgrundtief doooooof nur.
Du weißt hoffentlich, dass ich damit nicht dich oder irgendjemand anderen von euch großartigen jungen Leuten in diesen Forum meine!!! Aber fast kommt ihr mir schon wie rühmliche Ausnahmen von der Regel vor.
Traurig ... traurig ...
Nex

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