Revolution

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Hanswuast
Gelöschter Benutzer

Re: Revolution

von Hanswuast am 02.08.2008 00:34


Naja, geschafft ist gut, es ist Arbeit am Leben. Wenn dir deine Intuition sagt, da stimmt was nicht, gehst du irgendwann hinterher und informierst dich. Das bringt Ergebnisse, man/frau entwickelt sich und es wird eine Richtung eingeschlagen. Eigentlich nichts neues...
Wie und was getan wird, ist jedem selbst überlassen. Jeder soll seinen Weg finden und leben.
Wir habe durch das Internet ein riesen Glück, dass wir uns so schnell und direkt verständigen können. Der Lernfaktor kann enorm sein und Erkenntnisse bringen, die wieder Richtungsentscheidend sein können.
Intuition, das Herz sprechen lassen, dem zuhören und nachgehen, das Beste, was jeder machen kann.

Hürden sind oft in Ängsten versteckt. Das System lügt uns vor, dass wir unter diesen Dogmaten arbeiten gehen müssen, danach fernsehen sollen, dabei schlechtes Essen geniessen dürfen und keiner kann angeblich etwas dagegen tun.
FALSCH!
In umliegenden Ländern werden Streiks im großen Stil gefeiert, die Milliarden Einbußen der Firmen bedeuten, wobei meistens ein halbwegs gutes Ergebnis folgt. Hier wird die Angst geschürt, dass der/die Arbeiter/Angestellte(n) einfach rausgeschmissen wird/werden. Sollen alle spontan die Firma verlassen? Leider hat die Politik es geschafft, uns als Solisten zu erziehen, somit halten wir nicht mehr zusammen und ein Einzelner ist gut unter Kontrolle zu halten. Würden wir alle zusammen einfach einen Tag mal nicht zur Arbeit gehen... ALLE...
Dazu kommt, dass schlechte Nahrung nicht gerade sehr schlau macht, also wird der Denkprozess eingeschränkt. Hormone und fehlende Dinge erreichen den Rest, um nicht mehr eigenständig zu reagieren. Schlechte bzw. Lügenhafte oder gar keine Information incl. Filme mit absolut surrealen Charakter machen auf Dauer emotional tot. Suggetion von Idiotie. Ein Schauspiel erster Kajüte der Führung komplettiert das Menue zur perfekten Irritation und Lähmung, moderne Sklaverei.

Meine Wenigkeit ist in der Hinsicht direkt, das tut am wenigsten weh.

Also weiter zusammenhalten, gut drauf bleiben, gemeinsam Lösungen finden und... ÄKSCHN!
Nur nicht so wie DIE uns das vorgemacht haben, sondern schön friedlich, dafür in Massen und bestimmt. Schließlich sind wir das Volk, von dem der Staat lebt, dann soll der uns korrekt leben lassen. Wäre endlich mal nötig...

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BlackMesa
Gelöschter Benutzer

Re: Revolution

von BlackMesa am 01.08.2008 22:57

Ich rette mal diesen Post ins Topic Lösungsvorschläge herüber :

@ BlackMesa

Diesen begrüßenswerten Idealismus der Jugend hat es auf breitester Front immer, zu allen Zeiten gegeben. Unser Leben, so wie es sich darstellt - gerade heute in diesen harten Zeiten - verlangt jedoch nach Anpassung, will man einigermaßen gut und situiert in dieser Gesellschaft leben (mitlerweile sogar "überleben") können. Es verlangt mit den Wölfen zu heulen, will man nicht ausgegrenzt und an den Rand dieser Gesellschaft gedrückt werden. So frei, wie wir glauben, sind wir eben nicht.

Viele können diesen Idealismus daher nicht in die Erwachsenenwelt herüberretten. Je älter sie werden, desto mehr bewegen sie sich im Mainstream. Ich möchte ein prominentes und krasses Beispiel dazu nennen: Joshka Fischer, Außenminister a.D., war in seiner Jugend ein engagierter 68ér Revoluzer. Heute wird dieser Mann auf Bilderberger-Treffen eingeladen!!! Was eigentlich unfassbar ist.

Ich wünsche Dir sehr, dass Du die Kraft dazu haben wirst, Deinen Überzeugungen treu zu bleiben. Aber glaube mir, das kostet wirklich eine enorme Kraft!

Sorry wegen OT

Nex


Erstmal krass, dass Joshka Fischer da mitmischt. Hab ich nicht gewusst (wie so vieles andere auch :D).

will man einigermaßen gut und situiert in dieser Gesellschaft leben

Es verlangt mit den Wölfen zu heulen, will man nicht ausgegrenzt und an den Rand dieser Gesellschaft gedrückt werden.


Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Eben all dies muss man tun, sich so eben verhalten wenn man in dieser Gesellschaft überleben und eingebunden sein will. Aber mal als Beispiel : Wirst du dich so verhalten? Ich glaube kaum. Denn sonst würdest du wohl kaum in so einem Forum aktiv sein. So wie wir alle hier. Wir wissen um die Mängel der momentanen Gesellschaft und lassen unsere Vernunft walten. Warum sollten wir uns dem ihrem veralteten - und viel wichtiger - unpassendem Gesellschaftssytem beugen? Wir sind schließlich schlauer :D. Nur ist das Problem, dass dabei wenige gegen viele stehen.

Nur wenn, wie du es sagst, viele ihren Idealismus nicht in die Erwachsenenwelt retten können, dann frage ich mich natürlich woran das liegen mag. Sagt ihr beiden es mir. Ihr habt es offenbar geschafft und wisst, wo da die Hürden liegen können.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 01.08.2008 23:00.

Hanswuast
Gelöschter Benutzer

Re: Revolution

von Hanswuast am 31.07.2008 23:03

Das sehe ich anders:

Jegliches Wissen ist wichtig, gerade in unserer Nichtwissergesellschaft. Dabei ist jeder ein Wissender und gleichzeitig Lehrer sowie Schüler. Ordnen könne wir später, wenn wir genug zusammengetragen haben. Weiter so!

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Nex
Gelöschter Benutzer

Re: Revolution

von Nex am 29.07.2008 19:26

Schon klar BlackMesa!

Habe schon verstanden, dass du natürlich nicht das Amt meintest.

Ich meinte, wollte ausdrücken, dass ich nicht die Geduld hätte, Wissen in geordneten, aufbauenden Strukturen weiterzugeben und auch - noch viel wichtiger - gar nicht das Bedürfniss, dies umfassend zu tun. Ich selbst bin auch immer noch viel zu sehr Studierender, Fragender, Forschender, als dass ich eine homogene Lehre, zu welchen Thema auch immer, in griffbereiter Nähe hätte.

Ich habe meine Ansichten, meine Meinungen ... die jedoch niemals Lehrinhalte sein könnten, weil noch zu veränderbar und variabel!

Nex, Forschungsreisender ...

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BlackMesa
Gelöschter Benutzer

Re: Revolution

von BlackMesa am 29.07.2008 18:43

Du weißt, dass ich mit "Lehrer" nicht das Amt des Lehrers meine. Ein anderes Wort fiel mir nicht ein.

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Nex
Gelöschter Benutzer

Re: Revolution

von Nex am 29.07.2008 16:47

@BlackMesa

Schön, dass du es so siehst.

Natürlich sind wir "Alten" noch von Wert (wäre ja auch noch schöner - lach). Doch es ist meiner Meinung nach schon, aus gutem Grund, ein Vorrecht der Jugend, Revolutionen aktiv anzuführen. Als Berater (Lehrer? Weiß nicht. Ich jedenfalls nicht!) im Hintergrund, taugen wir natürlich schon noch eine ganze Menge, in einem fruchtbaren, effektiven Zusammenspiel. Und ja, das Interesse an einem grundlegenden Paradigmenwechsel wird auf jeden Fall wachsen. Und davon sind wir dann alle, von 1 bis 99 betroffen.

Nex

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BlackMesa
Gelöschter Benutzer

Re: Revolution

von BlackMesa am 29.07.2008 15:35

Schön, dass das so ein traumhaftes Ende findet :). Aber wieso sollten die Standpunkte von älteren verkrustet sein? Finde ich ganz und gar nicht. Lebenserfahrung kann für die jüngeren in vielerlei Hinsicht bestimmt von Nutzen sein. Gerade wenn es um Änderungen geht. Sollte sich wirklich eine Bewegung etablieren, oder falsch, ich gehe einen Schritt zu viel. Sollte das Interesse in Veränderungen wachsen, könnt gerade ihr, als Erwachsene, Hilfestellung geben. Denke man dabei nur an Politik.

Wer könnte bei diesem Thema besser als "Lehrer" geeignet als ihr? Geschichtsbücher und Wikipediatexte werden nie und nimmer an die "menschlichen Empfindungen" heranreichen, die man als Mensch, als Beobachter der Weltpolitik erfahren kann. Zum Beispiel können Bücher sagen, dass sich die Menschen unter Stasi-Kontrolle eingeschränkt gefühlt haben. Oder, dass sich Chinesen vor der Polizeikorruption oder ebenfalls den Kontrollen fürchten. Aber die einzigen, die das wirklich vermitteln können, emotional, das seid ihr.

Ihr werdet einiges an Hintergrundwissen über diverse Gegebenheiten oder Geschehnisse haben. Besonders was die Politik und Geschichte angeht. Bei Menschen, bei denen sich die eigene Meinung gerade festigt, vorallem bei jungen Menschen, kann es hilfreich sein, sich bei anderen eine andere Meinung einzuholen. Vielleicht entdeckt man ja so eventuell auch eigene Fehler, man muss ja nicht direkt die des anderen übernehmen, aber kann immerhin Schlüsse daraus ziehen.

Früher, ich nehm mich mal als Beispiel, da dachte ich auch immer, dass Grundschullehrer blöd sind, dass die einem nur Ärger machen. Heute weiß ich, dass Lehrer sein etwas wunderbares ist :). Aufopferungsvoll, ohne eine Gegenleistung zu erwarten, bringen sie Kindern etwas bei. Das in gewisser Hinsicht zu würdigen, oder wenigstens anzuerkennen finde ich durchaus angebracht. Ich finde es super, wenn ich mit einem Lehrer über Themen außerhalb des Unterrichts reden kann. Wobei das natürlich Fächerbezogen ist. Von einem Mathelehrer kann ich nicht erwarten, dass er meine Fragen bezüglich Geschichtsereignissen beantworten kann (obwohl ich das auch nicht mit Bestimmtheit wissen kann). Aber falls man sich für bestimmte Sachen interessiert, sind Fachlehrer durchaus angebracht.

Ich finde es dann nur immer schade, dass es passieren könnte, dass andere Schüler deswegen die Meinung haben, man sei ein "Streber" (ich spreche nicht aus Erfahrung). Aber das kann natürlich passieren. Jedoch sollte man zu so einem Zeitpunkt dann bereits darüber stehen.

Deswegen denke ich, dass ihr in dieser Hinsicht noch keinesfalls ausgedient habt. Ihr könnt mit eurem Wissen viel bewirken.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 29.07.2008 15:56.

In_Tyrannos

-, Männlich

Beiträge: 36

Re: Revolution

von In_Tyrannos am 29.07.2008 13:49

Kurz und knapp:
Dem kann ich durchaus zustimmen.


I am Vulgaris Magistralis
Im riding around on my Mammoth
I am Vulgaris Magistralis
And on sunday I ride on my mastodon

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Nex
Gelöschter Benutzer

Re: Revolution

von Nex am 29.07.2008 11:58


Du hast recht BlackMesa!

Allerdings gehört es durchaus zum Erwachsensein dazu, über Jahre verfestigte Standpunkte zu vetreten. Auch mit Vehemenz und deutlichen Worten, wenn es sein muß. Genau dies haben In Tyrannos und ich getan. Insofern haben wir uns also schon erwachsen verhalten. Wir beide wissen, dass Konsenz nicht immer und überall möglich und auch nicht unbedingt immer wünschenswert ist. Hier, zu diesem Thema eher nicht (was nicht heißt, dass es in anderen Themenbereichen generell auch so sein muß). Da Du mit recht anführst, dass eine weitere Diskussion (nichts anderes ist es), die dann allerdings schon noch dampfend heiß werden könnte, absolut OT wäre, werden wir beide wohl so vernünftig sein, über diesen Punkt den weisen Mantel des Schweigens zu legen. Prallen diametral entgegengesetzte und damit unversöhnliche Standpunkte aufeinander, ist dies ab einen gewissen Punkt, die beste aller Lösungen.

Das der Thread hier ein bisschen aus dem Ruder gelaufen ist, liegt wohl auch etwas daran, dass bisher noch gar nicht so richtig die Frage geklärt wurde, wohin sich diese Revolution denn entwickeln sollte. Wogegen denn nun eigentlich genau rebelliert wird und was für Hoffnungen oder sogar Erwartungen für die (eine bessere) Zukunft (nach allen eindringlichen Lehren der Vergangenheit) anzustreben sind. Neue Zukunftsvisionen zu entwickeln, die alten Fehler (die hier ja schon wunderbar differenziert angsprochen wurden) zu vermeiden, ist in der Tat eine der dringendsten Aufgaben, die wir als Menschheit z.Zt. wahrzunehmen haben. Die Aussichten sind düster und diese Düsternis vermag sogar meine vermeintlich rosarote Brille nicht wegzufiltern.

Ich begrüße es daher ausdrücklich, dass dieses Thema von einem jungen Menschen angeschnitten wurde. Denn ich fürchte, wir Alten mit unseren teils wirklich schon arg verkrusteten Standpunkten, taugen nicht mehr wirklich allzu viel zum Rebellen. Also, ganz beherzt weiter so. Und dabei mutig, die Standpunkte, Meinungen, Ansichten, Wahrnehmungen vertreten!

Nex ... der sein Temperament nach dieser berechtigten Schelte wieder gezügelt hat ...

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BlackMesa
Gelöschter Benutzer

Re: Revolution

von BlackMesa am 28.07.2008 23:42

Herr Gott. Warum steigert ihr euch so in eine Sache hinein. Es gibt nunmal verschiedene Meinungen. Und gerade ihr als Erwachsene solltet es besser wissen. Selbst wenn euch die Meinung des anderen missfällt. Denkt euch einfach, "Ich weiß es besser". Denn ihr beide seid wohl von euren Standpunkten überzeugt. Daran wird der andere nichts ändern können.

Ohne mich jetzt auf irgendeine Seite zu schlagen, was dem obigen Widersprechen würde :), sage ich einfach Mal, dass ich euch beide verstehe. Von beiden Seiten sind Argumente durchaus schlüssig. Ich geh mal den Schritt und wage die zu betiteln. Oder nein, ich mache es doch nicht, da ich es nicht exakt schildern könnte. Dafür müsste ich mir sehr viel Zeit nehmen, da hier Meinung gegen Meinung steht, und mir die 100% passenden Worte warscheinlich fehlen würden.

Also belasst es einfach dabei. Chattet doch einfach eine Runde darüber. :) Dann könnt ihr euch richtig austauschen und grübeln.
Zumal das ja hier ausatet und es off-topic ist. Hab gegen zweiteres nichts, aber gegen ersteres.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 28.07.2008 23:52.
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