Gedichte

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steveee

54, Männlich

Beiträge: 79

Re: Gedichte

von steveee am 24.06.2010 10:47

Einmal nur nachdenken

Der Freund meiner besten Freundin öffnete ihren Kleiderschrank und holte
ein Päckchen heraus. Es ist nicht nur irgendein Päckchen, es ist ein Päckchen mit Unterwäsche darin. „Das kaufte ich ihr, als wir das erste mal im Urlaub waren. Sie trug es nie. So wollte es immer für eine besondere Gelegenheit aufheben. Der richtige Moment ist wohl jetzt gekommen.“ Er legt die Unterwäsche zu den anderen Sachen, die das Bestattungsinstitut mitnehmen würde, denn seine und meine Freundin war gestorben. Er drehte sich zu mir um und sagte „Bewahre nichts für einen besonderen Tag auf, denn jeder Tag, an dem du lebst ist ein besonderer Anlass.“ Diese Worte haben mich verändert, denn ich lese heute mehr als früher, putze dafür weniger. Sitze auf der Terrasse und genieße die Landschaft, achte dabei nicht auf das Unkraut im Garten. Verbringe mehr Zeit mit meinen Kindern und weniger mit der Arbeit. Ich bewahre nichts mehr auf, ich nutzte täglich meine teuersten Gläser, trage meine beste Jacke, auch wenn ich nur Zigaretten holen gehe und kaufe mir nur noch mein Lieblingsparfüm. Wenn ich wüste, dass meine Tage gezählt sind, würde ich auch all diese Dinge tun, vielleicht noch mit der Familie und den Freunden zum Italiener gehen und es mir noch einmal gut gehen lassen. Warum soll ich das dann nicht jeden Tag tun?


gefunden auf :

http://www.sound-planet.de/gedichte/nachdenkliche-gedichte.htm

Antworten Zuletzt bearbeitet am 24.06.2010 10:53.

sally

47, Weiblich

Beiträge: 331

Re: Gedichte

von sally am 23.06.2010 23:32

Bedenke einmal, man wollte dich belangen
für ein Verbrechen, das du nicht begangen.
Unschuldig angeklagt und verhört -
du wärest entsetzt und tief empört.
Du rufst: "Mir geschehe Gerechtigkeit,
die den Schuldigen straft und mich befreit!"

Schuldig, das ist ein Autofahrer, der glaubt,
er darf schneller fahren als das Gesetz erlaubt.
Er rast, sieht nicht die Ampel auf Rot -
ein Unfall geschieht, ein Mensch ist tot!
Klagen wir nun das Gesetz für das Unglück an?
Oder den so verantwortungslosen Mann?

Ein junger Mann wollte auf keinen Rat hören,
ließ sich vom Rausch der Welt betören.
Des Vaters Warnung schlug er in den Wind -
er war doch erwachsen, nicht mehr ein Kind!
Er kam in Schwierigkeiten und große Not.
Doch schuldig war ER, nicht des Vaters Gebot.

Gott, unser Vater, erreicht uns nicht mit Huld.
Wir sind getrennt von ihm durch unsere Schuld.
Unglück und Elend, Leid und große Schmerzen
fügen die Menschen sich zu mit bösen Herzen.
Gott ist nicht schuld an der Not der Welt -
es ist der Mensch, der sein Gebot nicht hält!

Wenn Armut und Elend Gott wird zugeschoben,
wen sollen wir für die Schönheit der Erde loben?
Gott schuf Obstgärten und das fruchtbare Feld -
dächte der Mensch nicht nur an sich und sein Geld.
Die Erde ist so reich an herrlichen Gaben,
kein Mensch müsste frieren, hungern und darben.

Alles ist da, für jeden Menschen gibt es genug,
würde es recht verteilt und nicht mit Betrug.
Wäre es des Menschen innerstes Streben
Gott zu lieben und zu beschützen das Leben.
Dann halten wir die Gebote, die Frieden uns bringen-
Wird es geschehen? Könnte es einmal gelingen?

Einst wird der allmächtige Gott uns belangen
für unsere Schuld, die wir begangen.
Dann rufen wir nicht nach Gerechtigkeit,
sondern nach Rettung, die von Schuld uns befreit.
Jetzt endlich sehen wir uns im schuldigen Stand,
wünschen nur Liebe aus gütiger Hand!

(Gedicht, Autor: Ursula Wulf, 2004)

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flash26

43, Männlich

Beiträge: 392

Re: Gedichte

von flash26 am 23.06.2010 01:50

herramienta viva que le da

lebe was das zeug her gibt

auf spanisch :

mfg flash

el mariachi - desperado

Esteban - Fuego Malaguena

grosses leben = a viver à grande auf portogiesisch

texte der schönheit reihen sich ein im schrägen sinn für humor meiner selbst, nur eins bleibt der wirklichkeit verschlossen : die wahrheit (flash26)

Antworten Zuletzt bearbeitet am 23.06.2010 02:10.

sally

47, Weiblich

Beiträge: 331

Re: Gedichte

von sally am 22.06.2010 15:12

Gedichte,die Wissen schaffen

Quelle: http://www.rhein-neckar-poet.de/Wissenschaftlich.htm

Ich wanderte durch Wald und Feld

in einer völlig fremden Welt,

die aus Erzählungen Ihr kennt;

die Zeiten man "archaisch" nennt.

Pferde laufen vor mir her,

zwischen Wiese, Strand und Meer -

... fangen langsam an zu Traben -

... ein' Fortsatz sie am Rücken haben

... und deshalb kann man sie nicht reiten.

Da - sie öffnen ihre weiten

Flügel - heben ab vom Boden:

Pferdefliegen nicht verboten !

Denn neben Vögeln, Pferdgetier,

fliegt auch mancher Löwe hier.

Die Luft ist voller Fabelwesen:

großen, kleinen, braven, bösen ...

Nicht Pfeifen, Zwitschern nur von oben -

nein, kommt auch Kreischen, hört man Toben,

den Himmel voller Töne füllt:

es wird gewiehert und gebrüllt.



Ähnlich, doch ganz anders wieder,

sind der Pferdeflieger Brüder:

Männer, stark an Schulter, Brust und Armen -

hat man mit ihnen doch Erbarmen;

sie gelten hier als minderwertig:

denn unten'rum da sind sie pferdig.

Auch Mädchen habe ich geseh'n:

Haar, Gesichter wunderschön.

Zu ihnen ans Wasser zieht es mich.

Leider sind sie unten Fisch.




Was nützen ihnen Mund und Brust,

wenn sie nie spüren diese Lust,

die Zärtlichkeit und das Gefühl,

was man ihnen geben will.

Manchmal ich mich ins Wasser trau'

und treffe eine Meerjungfrau.

Schwimmen und Spielen, das ist ihr Leben.

Mehr kann ich ihnen auch nicht geben.



Die Natur, die kann sich wehren ...

ließ diese - genannte Schimären -

Wesen einfach so verschwinden,

aussterben und nicht mehr finden.

Es wurden keine mehr geboren.

Die hatten hier auch nichts verloren.

Ein Fisch, der mäht,

ein Bär der kräht,

eine Katze die bellt,

passen nicht in die Welt.



Doch Ihr, Ihr Oberschlauen,

tut Euch heut' wieder getrauen -

mit Bio- und Gentechnologie -

Schimären schaffen wie noch nie:

probiert und experimentiert,

geklont, gestaltet, modelliert:

der Spuhu, das war mal ein Spatz;

aus Hund und Katze wurden Hatz.

Ich hört' jetzt holt Ihr, welch ein Graus,

Muttermilch aus Mäusen raus.

Vielleicht wird sie es diesmal raffen:

die Natur wird Euch abschaffen.

kopiert von der Seite,Gedichte über Wissenschaft

Antworten Zuletzt bearbeitet am 20.05.2012 16:31.

Abraxa

43, Weiblich

Beiträge: 7

Re: Gedichte

von Abraxa am 22.06.2010 13:27

Das schönste was wir erleben können,
ist das Geheimnissvolle.Es ist das Gefühl,
das an der Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft
steht.Wer es nicht kennt und sich nicht mehr wundern,
nicht mehr staunen kann,der ist sozusagen tot
und seine Augen erloschen

Albert Einstein

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ella-ella
Gelöschter Benutzer

Re: Gedichte

von ella-ella am 22.06.2010 10:52

Eine Frau macht niemals
einen Mann zum Narren:
Sie sitzt bloß dabei und
sieht zu,wie er sich
selbst dazu macht.

Frank Sinatra

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ella-ella
Gelöschter Benutzer

Re: Gedichte

von ella-ella am 22.06.2010 10:49

Alle Träume können wahr werden,
wenn wir den Mut haben,
ihnen zu folgen.

Walt Disney

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Sibyl

46, Weiblich

Beiträge: 72

Re: Gedichte

von Sibyl am 22.06.2010 10:45

Ada Christen (1839-1901)

Nach dem Regen

Die Vögel zwitschern, die Mücken
Sie tanzen im Sonnenschein,
Tiefgrüne feuchte Reben
Gucken ins Fenster herein.

Die Tauben girren und kosen
Dort auf dem niedern Dach,
Im Garten jagen spielend
Die Buben den Mädeln nach.

Es knistert in den Büschen,
Es zieht durch die helle Luft
Das Klingen fallender Tropfen,
Der Sommerregenduft.

- Es gibt drei Wahrheiten: die historische, die persönliche und die tatsächliche. -
- Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen. -
- Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit. -

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Sibyl

46, Weiblich

Beiträge: 72

Re: Gedichte

von Sibyl am 22.06.2010 10:44

Otto Julius Bierbaum (1865-1910)

Glaube nur

Wenn im Sommer der rote Mohn
Wieder glüht im gelben Korn,
Wenn des Finken süßer Ton
Wieder lockt im Hagedorn,
Wenn es wieder weit und breit
Feierklar und fruchtstill ist,
Dann erfüllt sich uns die Zeit,
Die mit vollen Maßen mißt,
Dann verebbt, was uns bedroht,
Dann verweht, was uns bedrückt,
Über dem Schlangenkopf der Not
Ist das Sonnenschwert gezückt.
Glaube nur! Es wird geschehn!
Wende nicht den Blick zurück!
Wenn die Sommerwinde wehn,
Werden wir in Rosen gehn,
Und die Sonne lacht uns Glück.

- Es gibt drei Wahrheiten: die historische, die persönliche und die tatsächliche. -
- Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen. -
- Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit. -

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Ozymandias

57, Männlich

Moderator

Beiträge: 1030

Re: Gedichte

von Ozymandias am 18.06.2010 15:30

Fortschritt

Einst, in roherer Zeit, da warf der Krieger den Degen
Mit der ehernen Fällst keck in die Wage des Rechts;
Jezt, in gebildeter Zeit, da legt der Reiche den Geldsack
Auf die Wage und wiegt — menschlichen Werth damit ab.

Ludwig Pfau

Das Leben ist ein langer Gang mit sehr vielen Türen, man braucht nur den richtigen Schlüssel.
            

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