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Re: Hallo.Bist Du ein Alien? Verbal-stigmatisierung von Fremdem
von weirdo am 23.11.2010 08:48Von "dumm rumflamen" kann ja wohl nicht die Rede sein. Freundlich bleiben!
Ich sehe das ähnlich: Der Mensch ist ein Tier. Also macht es rein technisch - wie Xentor schrieb - keinen Unterschied, ob ich Menschen- oder Kuhkeule esse. Interessant wäre zu diskutieren, woher solche Tabus kommen und wie sie sich entwickelt haben.
Das halte ich schlicht für Unsinn, da müssten sie mal etwas mehr Appetit entwickeln, wenn sie eine sichtbare Dezimierung erreichen wollten...
Alles Wissen ist vergeblich ohne die Arbeit, und alle Arbeit ist sinnlos ohne die Liebe. ♥ [Khalil Gibran]
Re: [Buch] "Der Prophet" von Khalil Gibran
von weirdo am 18.11.2010 15:39"Die gesamte Schöpfung existiert in dir, und alles, was in dir ist, existiert auch in der Schöpfung. Es gibt keine Grenze zwischen dir und einem Gegenstand, der dir ganz nahe ist, genauso wie es keine Entfernung zwischen dir und sehr weit entfernten Gegenständen gibt. Alle Dinge, die kleinsten und grössten, die niedrigsten und höchsten, sind in dir vorhanden als ebenbürtig. Ein einziges Atom enthält alle Elemente der Erde. Eine einzige Bewegung des Geistes beinhaltet alle Gesetze des Lebens. In einem einzigen Tropfen Wasser findet man das Geheimnis des endlosen Ozeans. Eine einzige Erscheinungsform deiner selbst enthält alle Erscheinungsformen des Lebens überhaupt."
Alles Wissen ist vergeblich ohne die Arbeit, und alle Arbeit ist sinnlos ohne die Liebe. ♥ [Khalil Gibran]
Re: Reise durch andere Dimensionen....
von weirdo am 18.11.2010 11:50Wooooow...
Danke dafür! ♥
Alles Wissen ist vergeblich ohne die Arbeit, und alle Arbeit ist sinnlos ohne die Liebe. ♥ [Khalil Gibran]
Re: Suchmaschinen Google und Co. - Macht und Folgen
von weirdo am 17.11.2010 10:31Fehler in Google Maps: Armee marschiert ins Nachbarland ein
Dnews.de/J. Jehnen, 5. November 2010
BERLIN - Der ganze Ärger nur wegen Google: Mit einer Armee ist ein nicaraguanischer Militärkommandant in Costa Rica einmarschiert und ließ die dortige Landesflagge abhängen.
In der Nähe von San Juan übertrat Kommandant Eden Pastora mit seinen Truppen unerlaubt die Grenze zwischen Nicaragua und Costa Rica.
Dort ließ er ein Camp einrichten, die costaricanische Flagge einholen und die eigene Landesfahne hissen. Seine Soldaten werden außerdem beschuldigt, das Flussgebiet "gesäubert“ und die Ablagerungen auf fremdem Territorium entsorgt zu haben.
Wie die Zeitung La Nación berichtet, entschuldigte Pastora den unerlaubten Grenzübertritt mit einem Fehler in Google Maps.
Dort ist der Grenzverlauf nämlich verkehrt eingezeichnet. Vergleicht man die Karte mit der von Bing Maps, sieht man, dass rund 3.000 Meter Land eigentlich zu Costa Rica und nicht zu Nicaragua gehören.
Kein Einzelfall
Bei der Ursache nach den Fehlern tappt Google derzeit noch im Dunkeln. Fakt aber ist, dass Eden Pastora Google Maps eigentlich nicht hätte benutzen dürfen. In den offiziellen Karten der beiden Länder ist die Grenze nämlich wohl richtig eingezeichnet.
Unerlaubte Grenzübertritte dank falscher Karten sind allerdings kein Einzelfall. So hatte die Britische Navy sich vor einiger Zeit unerlaubt in iranische Gewässer begeben, weil angeblich das GPS nicht richtig funktioniert habe. Auch das Schweizer Militär hatte sich bei einer Übung "verlaufen“ und war ins Nachbarland Liechtenstein einmarschiert, angeblich weil es zu dunkel war.

Costa Rica stellt Nicaragua Ultimatum
dw-world/dpa/afp, 11. November 2010
Ein bizarrer Grenzstreit zwischen Nicaragua und Costa Rica, maßgeblich ausgelöst durch eine fehlerhafte Karte von Google, beschäftigt die Organisation Amerikanischer Staaten. Ein Vermittlungsversuch brachte keine Lösung.
Der Grenzkonflikt zwischen den beiden zentralamerikanischen Staaten Nicaragua und Costa Rica spitzt sich zu.
Costa Ricas Präsidentin Laura Chinchilla forderte das Nachbarland am Mittwoch (10.11.2010, Ortszeit) ultimativ auf, seine Soldaten innerhalb von 48 Stunden von der Insel Calero im Flussdelta des Rio San Juan zurückzuziehen. Bereits in der vergangenen Woche hatte Costa Rica, das über keine Armee verfügt, zusätzliche Sicherheitskräfte in das Grenzgebiet entsandt.
Ungeachtet dessen kündigte das nicaraguanische Parlament an, es werde beschließen, die Truppen dauerhaft an der Grenze zu stationieren und den Grenzfluss in "San Juan de Nicaragua" umzubenennen. Die Nicaraguaner baggern den Fluss derzeit aus, damit künftig auch Kreuzfahrtschiffe in ihn einfahren können.
Der Streit um die Grenzregion war vorige Woche neu aufgeflammt, als die nicaraguanische Regierung Soldaten zur Grenze schickte, die die Insel Calero besetzten und dort die Flagge Nicaraguas hissten.
"Inakzeptabel"
Chinchilla sprach von einer inakzeptablen Okkupation. Nach einem Grenzabkommen aus dem 19. Jahrhundert gehöre Calero zu Costa Rica. Dem widersprach Nicaraguas Präsident Daniel Ortega. Die Lage sei "eindeutig".
Nach einem Treffen mit dem Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), Jose Manuel Insulza, kündigte Chinchilla an, den Grenzkonflikt vor den UN-Sicherheitsrat zu bringen, sollte die OAS keine Lösung finden. Insulza hatte in den vergangenen Tagen Costa Rica und Nicaruagua besucht und das umstrittene Grenzgebiet inspiziert. Doch seine bisherigen Vermittlungsbemühungen konnten den Konflikt nicht beenden.
Eigentlich war schon im vergangenen Jahr der Streit um die Grenzziehung vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag beigelegt worden. Demnach gehört der Fluss zu Nicaragua, die Gebiete rechts des Hauptstromes aber zu Costa Rica.
Konfliktauslöser Google
Bei der Besetzung der Insel Calero ließen sich die nicaraguanischen Truppen von der Grenzziehung des Internet-Kartendienstes "Google Maps" leiten. Google räumte inzwischen Fehler in seiner Karte ein. Die Fehlermarge im Grenzverlauf liege bei bis zu 2,7 Kilometern, erklärte das kalifornische Unternehmen nach Gesprächen mit Vertretern des US-Außenministeriums. Das Ministerium habe eine korrigierte Version der Karte geliefert, auf dieser Grundlage solle die Karte bei "Google Maps" überarbeitet werden. Der Außenminister von Nicaragua, Samuel Santos, wandte sich jedoch gegen eine Überarbeitung der Google-Karte. Schließlich sei diese "korrekt".
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Re: Feedback zu fast-geheim.de
von weirdo am 15.11.2010 16:03Hey Dylan! 
Vielen Dank für Dein Feedback! Finde ich sehr gut, dass Du konstruktive Kritik anbietest.
Das Relaunch-Video könnte mal ersetzt werden, stimmt. *mitdemzaunpfahlzudavewink* ;)
Wäre evtl. auch eine Idee, hier nochmal anzuregen, dass die Mitglieder, die an so etwas Spass haben
und mit entsprechenden Programmen umgehen können, mal was Neues für die Startseite zaubern?
Weil das eine bunte Mischung von Musikvideos, Dokumentarfilmen und anderem Zeug ist, die die Mitglieder der fast-geheim-Community hochgeladen haben. Vorschläge und Anregungen, welche daraus vielleicht auch auf www.fast-geheim.de auftauchen sollten, sind erwünscht!
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Re: Alle Maya und Azteken Codexe
von weirdo am 15.11.2010 15:48Hier gibt es schöne Seiten zu den "Codex Dresdensis":
www.faszination2012.de/seiten/codexseiten/seite1.html
Dort finden sich Infos zu Mathematik, Astronomie, dem Kalender, Mythologie und Sprache der Maya. Die CD mit allen Materialien kann man sich dort kostenlos und unverbindlich downloaden.
Auch hier gibt es ausführliche Infos zu Herkunft, Material, Inhalt, Kalender und Zählung, etc.:
www.slub-dresden.de/sammlungen/handschriften-und-seltene-drucke/maya-handschrift
(In der Schatzkammer des Buchmuseum der SLUB Dresden werden die Originale aufbewahrt.)
Chokola'j, der Schokoladengott =)
Bild: www.authenticmaya.com
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Evangelium nach Thomas
von weirdo am 15.11.2010 13:51Da ich daraus hier schon mehrfach zitiert habe, möchte ich es auch kurz vorstellen. Ich bediene mich einer Beschreibung der Katholisch-Theologischen Fakultät der Uni Graz:
Das Thomas-Evangelium (EvTh) gehört zu den frühchristlichen Schriften, die nicht Eingang in den "Kanon" (den Bestand) an "Heiligen Schriften" gefunden haben. EvTh war – relativ gesehen – sehr verbreitet. Bei mehreren Kirchenvätern – u.a. Hippolyt (1. Hälfte des 3. Jh.), Origenes (1. Hälfte des 3. Jh.), Eusebius (1. Hälfte des 4. Jh.) finden sich Belege für seine Existenz. Bis heute erhalten sind drei unabhängige Fragmente einer griechischen Fassung und die (vollständige) koptische Übersetzung des Thomas-Evangeliums. Die Entdeckung dieser schriftlichen Zeugnisse war schwierig. Man fand 1897 und 1904 in Ägypten (Oxyrhynchus) Papyri mit griechischen Texten, deren Herkunft man nicht genau zuordnen konnte. Die Papyrus-Reste stammten aus der Zeit um 200 n.Chr. Der Durchbruch kam 1945, als man in Oberägypten, bei Nag Hammadi, eine größere Menge koptischer Schriften fand. Die koptische Sprache ist die seit dem 3. Jh. nach Christus bezeugte Ausformung der ägyptischen Sprache. Das koptische Ägyptisch wird mit dem griechischen Alphabet und sechs aus dem demotischen Ägyptisch stammenden Buchstaben geschrieben. Unter den Schriften von Nag Hammadi fand man eine koptische Übersetzung des "Thomas-Evangeliums". Nun konnte man auch die griechischen Oxyrhynchus-Papyri zuordnen: Sie waren Reste der griechischen Vorlage für die koptische Übersetzung. Man verwendet als Grundlagentext heute den koptischen Text, da dieser Text vollständig ist.
Wann der Text des Thomas-Evangeliums entstanden ist, ist sehr umstritten. Grob ist eine Entstehungszeit von 100 nC (+/- 20 Jahre) anzusetzen. EvTh ist vermutlich im syrischen Raum anzusiedeln. Bedeutsam für Christen ist das EvTh deswegen, weil sich in ihm interessante Berührungen zu den "kanonischen" Evangelien des Markus, Matthäus und Lukas sowie Johannes finden. Allerdings hat der Text einen eigenen Blickwinkel auf Jesus, den man "gnostisch" oder "frühgnostisch" nennen kann. Die Gnosis ist eine Heilslehre, die sich in der frühen Kirche nicht durchgesetzt hat (wohl aufgrund des sehr einseitigen Gottes- und Menschenbildes). Aus diesem besonderen Blickwinkel erklären sich manche schwer oder gar nicht verständliche Worte. Es sprachen also theologische Gründe gegen eine Aufnahme in den Kanon der neutestamentlichen Schriften. Von der Gattung her ist das EvTh eine Sammlung von Worten Jesu – und dies ist in etwa vergleichbar mit der sog. Logienquelle (Q), ebenfalls eine Sammlung von Sprüchen Jesu, die heute verloren ist und nur dadurch bekannt ist, dass Matthäus und Lukas unabhängig voneinander diese Spruchsammlung in ihre Evangelien integriert haben. [weitere Infos + Literaturhinweise]
________
Es gibt verschiedene Übersetzungen, die man online lesen kann, hier eine Auswahl:
http://www.meyerbuch.de/pdf/Thomas-Evangelium.pdf (nur der Text)
http://www.timediver.de/thomasevangelium.html (+Infos und Zeittafel)
http://www.thomasevangelium.50g.com (Inhalte auch als zip-Download)
http://www-user.uni-bremen.de/~wie/texteapo/thom-home.html (W. Willker)
Alles Wissen ist vergeblich ohne die Arbeit, und alle Arbeit ist sinnlos ohne die Liebe. ♥ [Khalil Gibran]
Re: Terror und Manipulationen durch die Medien
von weirdo am 15.11.2010 12:47
http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,689785,00.html
Millionen-Deal mit Jugendmagazin
Rechnungshof rüffelt Bundesagentur für "Bravo"-Kooperation
Bunt, großflächig, Oliver Pocher als Werbefigur - die Bundesagentur für Arbeit zahlt Millionen für Artikel in der Zeitschrift "Bravo". Der Bundesrechnungshof rügt das scharf: Beim "freihändig" vergebenen Auftrag gebe es kaum Kontrolle, zudem komme die Zusammenarbeit dem Partner McDonald's weit entgegen.
Werber, Journalisten und Produktentwickler treibt oft die gleiche Frage um: Was passt zu unserer Zielgruppe? Die ist für die Bundesagentur für Arbeit (BA) schnell definiert - alle Menschen ohne Arbeit. Besonders wichtig ist der Nürnberger Bundesbehörde der Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit. Sie will möglichst viele Jugendliche erreichen, die eine Ausbildungsstelle suchen.
Ideal erschien der Bundesagentur ein Partner, der Jugendliche seit Jahrzehnten massenhaft erreicht: die Jugendzeitschrift "Bravo", verkaufte Auflage laut Bauer-Verlag von gut einer halben Million. Damit ist die Zeitschrift für "gefühlte Starnähe" in Deutschland Marktführer und das größte Jugendmagazin in Europa.
Die Kooperation startete vor gut drei Jahren unter dem schnittigen Namen "Bravo Job-Attacke" - am Mittwoch wird die Zusammenarbeit den Haushaltsausschuss des Bundestags beschäftigen. Unter dem Job-Attacke-Etikett veröffentlicht "Bravo" seit 2007 Artikel zur Berufsinformation für Jugendliche und organisiert Marketingaktionen an Schulen. Dafür hat der Bauer-Verlag von 2006 bis 2009 knapp 2,3 Millionen Euro aus dem Werbeetat der BA erhalten - bezahlt aus Beitragsgeldern für die Arbeitslosenversicherung.
Im Bericht, der SPIEGEL ONLINE vorliegt, rügt der Bundesrechnungshof, wie leichtfertig die Bundesagentur dem Verlag erst den Auftrag und dann regelmäßig viel Geld gab; allein 2008 waren es 867.000 Euro. Die BA, die dem Arbeitsministerium untersteht, habe "freihändig" den Auftrag für die Reihe "Bravo Job-Attacke" an Bauer Media vergeben, ohne ihn ordentlich auszuschreiben - und somit "möglichen Wettbewerb verhindert", kritisiert der Rechnungshof.
Pappkamerad Pocher testete die BA - für die BA
Zudem habe die Bundesagentur "keinen Einblick in die Gesamtkalkulation ihrer Kooperationspartner", so die Prüfer weiter. Neben dem Bauer-Verlag ist das McDonald's: Die Fastfood-Kette habe sich mit Kampagnen wie "Azubis sind Chefs!" oder "Ein Tag der Ausbildung bei McDonald's" auf der "Bravo"-Homepage als Ausbilder präsentieren dürfen. Für den Bundesrechnungshof ist das zu viel Nähe, die dem Interesse des Unternehmens entgegenkomme, "als Ausbildungsanbieter auf dem Markt wahrgenommen zu werden".
Daneben habe die Bundesagentur akzeptiert, dass der Bauer-Verlag nicht über Leistungen von McDonald's informieren wollte. Ebenso habe die BA nicht mit in die Gesamtkalkulation eingerechnet, dass sie für die Zeitschrift erhebliche Aufgaben übernahm: Personal für die Beantwortung von Leserbriefen und für die Betreuung einer Telefon-Hotline, dazu der "Werbe-Wert ihres Namens" etwa im gemeinsamen Aktionslogo mit "Bravo" und McDonald's sowie Nutzungsrechte an ihrem berufskundlichen Material.
Weiter kritisiert der Bundesrechnungshof, die Behörde habe "keine hinreichende Erfolgskontrolle" durchgeführt, sondern sich "auf die Evaluierung ihres Vertragspartners" verlassen. Anders formuliert: Bauer durfte sich selbst das Zeugnis für eine gelungene Kooperation ausstellen. Ohne Erfolgskontrolle in den Jahren 2008 und 2009 "fehlten der Bundesagentur die Grundlagen, um sachgerecht über eine weitere Beteiligung zu entscheiden", so die Kritik. Der Bauer-Verlag bestätigte SPIEGEL ONLINE, dass dennoch die Kooperation mit der Bundesagentur auch 2010 weiter läuft.
Die Schelte des Rechnungshofs ist bereits die zweite Ohrfeige für eine Aktion, die Carsten Heller, Marketing-Leiter der Bundesagentur, als "sehr erfolgreich" bezeichnet und von der der Bauer-Verlag sagt, sie sei "sauber gelaufen". Dabei rügte im März der Deutsche Presserat die "Bravo" für den Artikel "So kriegst Du Deinen Traumjob": Comedian Oliver Pocher besuchte ein BA-Informationszentrum (und begegnete unter anderem Pocher als Pappkamerad). Dem Leser werde aber verschwiegen, so der Presserat, dass Pocher "als Werbefigur der Bundesagentur agiert" und von dieser auch "für diesen Besuch engagiert wurde". Das Eigeninteresse des Verlags habe "Bravo" nicht erkennbar gemacht und somit gegen den Pressekodex verstoßen.
"Kampagnen eigenständig von Bravo konzipiert, finanziert und durchgeführt"
Die Bundesagentur kennt den Bericht der Prüfer, findet den Marketing-Deal aber weiterhin in Ordnung. Man werde auch künftig mit der Zeitschrift kooperieren, sagte eine Sprecherin SPIEGEL ONLINE. Zwar wolle die BA die Zusammenarbeit "kritisch prüfen", wie es der Rechungshof verlangt. Aber auch wenn das Thema insgesamt "heikel" sei, "überwiegen für uns die positiven Aspekte".
Als erste Reaktion auf einen SPIEGEL-Bericht über gekaufte "Bravo"-Artikel hatte die BA zunächst verbreitet, der Bundesrechnungshof habe "in einem vorläufigen Bericht die positiven Effekte der Kooperation ausdrücklich hervorgehoben". Dieser Satz wurde mittlerweile aus der Pressemitteilung auf der BA-Webseite gelöscht.
Zur Kooperation sagt die BA-Sprecherin, man habe sich mit der Redaktion "auf Schwerpunktthemen geeinigt"; im Frühjahr Tipps für Vorstellungsgespräche geben, im Herbst zum Start des Ausbildungsjahres Themen rund um die Berufswahl. Laut BA war die Aktion "ein erfolgreiches Projekt"; das bestätigten auch die Zahlen, die der Bauer-Verlag in seiner Medienanalyse liefere.
Der Bauer-Verlag hält den Vorwurf, "Bravo"-Inhalte seien käuflich, für unbegründet. Die 2,3 Millionen Euro seien "zur Abgeltung sämtlicher Kommunikationsleistungen erbracht und nicht etwa für die Verfassung redaktioneller Beiträge", erklärte der Verlag. Zur Fortsetzung über das Jahr 2010 hinaus könne der Verlag keine Angaben machen, sagte eine Sprecherin SPIEGEL ONLINE.
"Bravo macht weder für die Bundesagentur für Arbeit noch für andere Kooperationspartner PR", so die Bauer Media Group in einer schriftlichen Stellungnahme. Die Zeitschrift widme sich für Jugendliche relevanten Bereichen und habe etwa zum Thema Klimawandel die Kampagne "Bravo goes green" gemacht, zu Jugendarbeitslosigkeit die "Bravo Job-Attacke". "Diese Kampagnen werden eigenständig von Bravo konzipiert, finanziert und durchgeführt", schrieb die Bauer-Sprecherin; eine redaktionelle Einflussnahme von Partnern finde "selbstverständlich nicht statt".
Bauer ist für Bauer zu uncool
"Eigenständig finanziert"? Dagegen sprechen die laut Rechnungshof 2,259 Millionen Euro, die bis einschließlich 2009 an den Verlag flossen. Für die redaktionelle Unabhängigkeit indes finden sich im Bericht durchaus Belege. So habe die Bundesagentur angeregt, den Landwirt als einen der wichtigsten grünen Berufe vorzustellen. Die Redaktion bürstete das mit dem Hinweis ab, die Leser würden sie "für verrückt halten", wenn sie den "Bauer als coolen Job" darstellte. Ähnlich ging es bei Berufen in der Solarbranche - "Bravo" wollte lieber "Die coolsten Traumjobs" wie Sängerin oder TV-Moderatorin.
Der Rechnungshof folgert daraus, die BA müsse versuchen, "einen ihrem finanziellen Beitrag angemessenen Einfluss auf die Auswahl und den Inhalt der Beiträge zu nehmen" und dies auch schriftlich vereinbaren, wenngleich in den Grenzen der redaktionellen Unabhängigkeit der "Bravo" - eine rätselhafte Forderung.
Bekannt sind die Bedenken beim Projekt "Bravo Job-Attacke" der BA und der Bundesregierung bereits seit Sommer 2009. Auf eine Anfrage des grünen Bundestagsabgeordneten Kai Gehring antwortete Günther Horzetzky, Staatssekretär im Arbeitsministerium, Werbung sei nicht mit Inhalt vermischt worden, darum verstoße die Kooperation nicht gegen den Pressekodex. Dass es kein Vergabeverfahren gab, erklärte Horzetzky damals damit, dass die Idee für das Projekt vom Bauer-Verlag stamme und von dort aus geplant und koordiniert worden sei.
Die Bundesrechnungsprüfer verlangen nun von der BA, sie müsse ihre Zusammenarbeit mit Bauer und "Bravo" überprüfen und die Fortsetzung von effizientem Einsatz der Geldmittel abhängig machen. Sinnvoll sei die weitere Kooperation nur, wenn die Bundesagentur "gleichberechtigt" mit Bauer Media kooperieren könne. Besonders müsse die Agentur Einblick in das gesamte Leistungsgefüge der "Bravo Job-Attacke" bekommen - sie soll also nach fast vier Jahren mal selber nachsehen, was mit den Beitragsmillionen angestellt wird.
Weitere Quelle: http://www.neues-deutschland.de/artikel/168575.diese-jobs-sind-sexy.html
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Re: Alien-Raumschiff auf dem Mond? 1976 bei Mission „Apollo 20“ UFO
von weirdo am 13.11.2010 16:19
the truth about Apollo 20 and videos from retiredafb
mystery revelated 8-)
Kategorie:
Comedy
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Re: Verdächtigungen gegen die amerikanische Regierung
von weirdo am 12.11.2010 18:26In der Aufzählung fehlt auf jeden Fall noch HAARP. Inzwischen ist das zwar nicht mehr geheim, sondern mehr "Verschwörungspraxis" (vor ein paar Jahren wurde man noch ausgelacht, wenn man darüber spekulierte) - was man damit alles tun kann, bleibt aber letztendlich fast-geheim.
Bericht über Umwelt, Sicherheit und Außenpolitik des EU-Parlaments vom 14. Januar 1999
Am 5. Februar 1998 führte der Unterausschuß für Sicherheit und Abrüstung des Europäischen Parlaments eine Anhörung u.a. über HAARP durch. Vertreter der NATO und der USA waren eingeladen worden, nahmen jedoch an der Anhörung nicht teil. Der Ausschuß bedauert es, daß die USA keinen Vertreter entsandt hatten, der auf Fragen hätte antworten und die Gelegenheit nutzen können, zu dem vorgelegten Material Stellung zu nehmen.
HAARP, Forschungsprogramm für hochfrequente Strahlenforschung (High Frequency Active Auroral Research Project), wird gemeinsam von der Luftwaffe der USA und dem Geophysikalischen Institut der Universität Alaska, Fairbanks, durchgeführt. Auch in Norwegen laufen ähnliche Untersuchungen, ebenfalls in der Antarktis und auch in der früheren Sowjetunion. HAARP ist ein Forschungsprojekt, bei dem mit einer bodengestützten Anlage mit einem Netz von Antennen, die alle mit einem eigenen Sender ausgestattet sind, Teile der Ionosphäre mit starken Radiowellen erwärmt werden. Die erzeugte Energie heizt bestimmte Teile der Ionosphäre auf, was auch Löcher in der Ionosphäre und künstliche "Spiegel" herbeiführen kann.
HAARP ist für viele Zwecke einsetzbar. Durch Manipulation der elektrischen Eigenschaften in der Atmosphäre lassen sich gewaltige Kräfte kontrollieren. Wird dies als militärische Waffe eingesetzt, können die Folgen für den Feind verhängnisvoll sein. Durch HAARP läßt sich ein fest umrissenes Gebiet millionenfach stärker mit Energie aufladen als mit irgendeiner anderen herkömmlichen Energiequelle. Die Energie läßt sich auch auf ein bewegliches Ziel ausrichten, u.a. auf feindliche Raketen.
Das Projekt ermöglicht auch eine bessere Kommunikation mit U-Booten und die Manipulation der globalen Wetterverhältnisse. Aber auch das Gegenteil, eine Störung der Kommunikation, ist möglich. Durch Manipulation der Ionosphäre kann man die globale Kommunikation stören, gleichzeitig bleiben die Kommunikationsverbindungen des Anwenders erhalten. Eine weitere Nutzungsmöglichkeit des Systems ist eine Röntgenaufnahme der Erde bis in eine Tiefe von mehreren Kilometern (erddurchdringende Tomographie), um Öl- und Gasfelder aufzuspüren, aber auch unterirdisch stationierte Militäranlagen. Eine weitere Nutzung des HAARP-Systems ist Radar, das über den Horizont blicken und Objekte in großer Entfernung erfassen kann. Dadurch lassen sich nähernde Objekte jenseits des Horizonts ausmachen.
Seit den 50er Jahren führen die USA Atomexplosionen im Van Allen-Gürtel durch, um zu erforschen, welche Auswirkungen der entstehende elektromagnetische Impuls in so großer Höhe auf Funkverbindungen und die Wirkungsweise von Radaranlagen hat. Diese Explosionen erzeugten neue Magnetstrahlengürtel, die fast um die gesamte Erde liefen. Die Elektronen bewegten sich auf magnetischen Feldlinien und erzeugten ein künstliches Nordlicht über dem Nordpol. Durch diese militärischen Versuche entsteht die Gefahr, daß der Van Allen-Gürtel für lange Zeit schwerwiegend gestört wird. Das Magnetfeld der Erde kann sich über großen Gebieten ausweiten und Funkverbindungen unmöglich machen. Nach Aussagen amerikanischer Wissenschaftler kann es Hunderte von Jahren dauern, bis der Van Allen-Gürtel wieder zu seinem normalen Zustand zurückfindet. HAARP kann Veränderungen der klimatischen Bedingungen bewirken. Das System kann auch das gesamte Ökosystem beeinträchtigen, insbesondere in der empfindlichen Antarktis.
Eine weitere schwerwiegende Folge von HAARP sind die Löcher in der Ionosphäre, die durch die nach oben gerichteten starken Wellen entstehen. Die Ionosphäre schützt uns vor einfallender kosmischer Strahlung. Es besteht die Hoffnung, daß die Löcher sich wieder schließen, aber die Erfahrungen mit den Veränderungen der Ozonschicht deuten in die entgegengesetzte Richtung. Die schützende Ionosphäre weist also große Löcher auf..
HAARP ist wegen der umfassenden Auswirkungen auf die Umwelt eine globale Angelegenheit, und es ist zu bezweifeln, ob die Vorteile dieses Systems wirklich die Risiken aufwiegen. Die ökologischen und ethischen Auswirkungen müssen vor weiteren Forschungsarbeiten und Versuchen untersucht werden. HAARP ist der Öffentlichkeit fast nicht bekannt, und es ist wichtig, daß die Bevölkerung davon Kenntnis erhält.
HAARP steht in Verbindung mit 50 Jahren intensiver Weltraumforschung für eindeutig militärische Zwecke, beispielsweise als Teil des "Kriegs der Sterne", um die obere Atmosphäre und die Kommunikation zu kontrollieren. Solche Forschungsarbeiten sind als schwerwiegend umweltschädigend anzusehen, sie können unübersehbare Auswirkungen auf das Leben der Menschen haben. Niemand weiß heute mit Sicherheit, welche Auswirkungen HAARP haben kann. Der Geheimhaltung in der militärischen Forschung muß entgegengewirkt werden. Das Recht auf Öffentlichkeit und demokratische Kontrolle militärischer Forschungsprojekte und die parlamentarische Kontrolle müssen gestärkt werden.
Eine Reihe internationaler Übereinkommen (Übereinkommen über das Verbot der militärischen oder sonstigen feindseligen Nutzung umweltverändernder Techniken, der Antarktis-Vertrag, der Vertrag über die Grundsätze zur Regelung der Tätigkeiten von Staaten bei der Erforschung und Nutzung des Weltraums einschließlich des Mondes und anderer Himmelskörper sowie das UNSeerechtsübereinkommen) lassen HAARP nicht nur unter humanen und politischen Aspekten, sondern auch unter rechtlichen Aspekten als äußerst zweifelhaft erscheinen. Der Antarktis-Vertrag schreibt vor, daß die Antarktis nur für friedliche Ziele genutzt werden darf. Dies würde bedeuten, daß HAARP eine Verletzung des Völkerrechts darstellt. Alle Auswirkungen der neuen Waffensysteme müssen von unabhängigen internationalen Einrichtungen untersucht werden. Es sind weitere internationale Vereinbarungen anzustreben, um die Umwelt im Krieg vor unnötiger Zerstörung zu schützen.
Fett von mir. Hier der Bericht als PDF.
Bildergalerie HAARP (auch Innenansichten): www.wired.com/dangerroom.
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