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Re: Musik
von Ozymandias am 23.12.2012 00:38
Das Leben ist ein langer Gang mit sehr vielen Türen, man braucht nur den richtigen Schlüssel.

Keine Killerkeime auf meinen Teller!
von Ozymandias am 20.09.2012 19:40
5-Minuten-Info:
Antibiotika in Megaställen
Auf engstem Raum tausende Hühner, Rinder und Schweine zusammenpferchen – das funktioniert nur unter massivem Einsatz von Antibiotika. Sie machen die Megaställe zu Brutstätten für Antibiotika-resistente Keime. Über Fleisch und Eier, aber auch über im Umfeld erzeugtes Gemüse landen sie auf unserem Teller – eine lebensbedrohliche Gefahr. Fordern Sie von den Mitglieder/innen des Agrarausschusses, den Antibiotika-Einsatz massiv zu reduzieren!
Unterzeichnet diesen Appell an die Mitglieder des Agrarausschusses!
Was uns Frau Aigner auftischen will...
Als der Antibiotika-Skandal im Winter 2011/2012 hoch kochte, versprach Landwirtschaftsministerin Aigner rasche Maßnahmen: „Mein Ziel ist es, bundesweit eine Minimierung der Antibiotika-Mengen zu erreichen und die Überwachung durch die zuständigen Länderbehörden zu verbessern." (NDR). Am 19. September brachte sie eine Änderung des Arzneimittel-Gesetzes durch das Kabinett, das weder ein Reduktionsziel nennt, noch wirksame Schritte um eine Reduktion zu erreichen. Allein eine Erfassung der Antibiotika-Vergabe in einer neuen Datenbank ist vorgesehen, und auch diese weist Schlupflöcher auf.
In den kommenden Wochen befasst sich der Agrarausschuss mit dem Gesetz. Auch der Bundesrat muss noch zustimmen. Die Mitglieder des Agrarausschusses müssen jetzt an den entscheidenden Stellen nachbessern.
Antibiotika-Einsatz halbieren!
Nur mit einer verbindlichen Halbierung des Antibiotika-Einsatzes bis 2015 kann die Gefahr der Entstehung und Ausbreitung resistenter Keime wirkungsvoll eingedämmt werden. Bislang sieht der Vorschlag nur vor, den jährlichen Antibiotika-Einsatz im Bundesgebiet zu ermitteln und einen Durchschnittswert pro Tierart zu bilden. Dieser gilt als Obergrenze für das Folgejahr. Bestimmt der aktuelle Verbrauch die Obergrenze, führt das jedoch kaum zu einer Reduktion des Verbrauchs. Sogar ein Anstieg des Antibiotika-Einsatzes ist so möglich. Stattdessen müssen die Obergrenzen jährlich gesenkt werden!
Aigners Vorschlag sieht weiterhin vor, dass der/die Tierhalter/in bei Überschreitung der Grenzwerte einen Maßnahmenplan aufstellen muss. Die zuständige Behörde kann weitere Senkungs-Maßnahmen vorschreiben. Zusätzlich muss es aber auch bundesweit einheitliche Sanktionen geben, die die Behörde schrittweise gegen den/die Tierhalter/in durchsetzen muss, vom Bußgeld bis zum Tierhaltungsverbot.
Schlupflöcher schließen
Wenn es nach Aigner geht, sollen Tierzuchtbetriebe und Fischfarmen von der Erfassung ausgenommen werden, obwohl gerade hier besonders viel Antibiotika zum Einsatz kommt. Außerdem sollen die Betriebe nur melden, wie oft sie Antibiotika verabreicht haben, nicht aber in welcher Menge. Die Menge pro Tier (ADD = animal daily dosis) muss jedoch die Referenz für die jährlichen Obergrenzen sein. Eine Obergrenze nach Therapiehäufigkeit führt nur zum Einsatz stärkerer Antibiotika.
Keimfleisch verbreitet Antibiotika-Resistenz
Wenn Antibiotika-resistente Keime auf unseren Tellern landen, kann das lebensbedrohliche Folgen haben. Jedes Jahr sterben laut WHO in der EU mehr als 25.000 Menschen an durch Antibiotika-resistente Bakterien ausgelöste Krankheiten. Resistenzen entstehen dort, wo Bakterien häufig mit Erregern in Kontakt kommen: im Krankenhaus und in der Tierhaltung, oder wenn im Körper Antibiotika bzw. deren Rückstände vorhanden sind.
Unter den resistenten Keimen, die Krankheiten auslösen können, ist der so genannte Krankenhauskeim MSRA (Methicillin resistenter Staphylococcus aureus) am weitesten verbreitet. Er verursacht Wundinfektionen und – bei geschwächtem Immunsystem – Blutvergiftungen sowie Lungenentzündung. Diese können mit den gängigen Antibiotika nicht behandelt werden und führen im schlimmsten Fall zum Tod. Nach Angaben der Bundesregierung ist der in der Landwirtschaft gängige MSRA-Keim nur für 2 Prozent der Infektionen verantwortlich. Die Gefahr, dass dieser Keim sich ausbreitet oder dass er seine Resistenz-Eigenschaften an bislang noch nicht resistente Keime weitergibt, ist allerdings hoch.
Megaställe als Keimschleudern
Vor kurzem veröffentlichte das Bundesamt für Verbraucherschutz die alarmierende Zahl von 1.734 Tonnen Antibiotika, die im Jahr 2011 an Tiere verfüttert wurden. Das ist fast doppelt so viel, wie bisher für Deutschland angenommen. Kein Wunder, dass Megaställe wie „Brutkästen" für Antibiotika-resistente Keime wirken. In vielfältiger Weise erreichen die gefährlichen Keime aus dem Stall den Menschen: Arbeiter/innen im Stall infizieren sich direkt, Fleischkonsument/innen über die Keime auf ihren Tellern. Bei einer Untersuchung des Auftauwassers von Tiefkühlhähnchen fand das Robert-Koch-Institut in 30 Prozent der Proben MRSA-Keime.
Aber nicht einmal Vegetarier/innen sind vor den Keimen sicher: sie wurden auch im Gemüse nachgewiesen. Grund ist die belastete Gülle, die auf den Feldern ausgetragen wird. Im Umfeld einer Mastanlage können sich Anwohner/innen direkt mit Keimstaub aus dem Stall infizieren, oder die Erreger gelangen über die Gülle in den Boden und das Grundwasser.
Stoppt das Tierdoping!
Die massive Antibiotika-Vergabe ist ein Symptom der tierquälerischen Massentierhaltung. Ohne dieses Doping würden viele der Tiere die Schlachtbank gar nicht erreichen, denn das kurze Leben ohne Luft, Licht und Auslauf macht krank.
Antibiotika sind nicht die Ausnahme im Stall, sondern die Regel. Alle Mastkälber und über 90 Prozent des Geflügels werden mit dem Medikament behandelt. Dabei ist die Antibiotika-Gabe zur Leistungsförderung seit 2006 in der EU verboten. Dies lässt sich aber im Einzellfall schlecht nachweisen. Es ist gängige Praxis in der Massentierhaltung, bei Krankheit eines einzelnen Tieres den ganzen Bestand vorbeugend mit Antibiotika zu behandeln. Das muss ein Ende haben!
Wer die Haltung verbessert, stärkt die Tiergesundheit. Das nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerium ermittelte in einer Studie, dass in kleineren Betrieben und bei besonders langer Mastdauer erheblich weniger Antibiotika eingesetzt werden (Studie NRW, 2012). In Biobetrieben stellte das Berliner Institut für Tier- und Umwelthygiene eine deutlich verringerte Keimbelastung fest. Deshalb muss die Bundesregierung auch die Haltung der Tiere deutlich verbessern: mit der Festlegung maximaler Besatzdichten und einer Mindestmastdauer pro Tierart, dem Ende der Qualzucht und dem Zugang zu Frischluft und Ausgang für jedes Tier.
Auf unseren Protest kommt es an!
In den kommenden Wochen kann der Agrarausschuss im Bundestag aus dem zahnlosen Gesetzentwurf von Frau Aigner ein Arzneimittel-Gesetz machen, dass uns wirkungsvoll vor der Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen schützt. Wir werden mit den Abgeordneten das Gespräch suchen, die Unterschriften öffentlich überreichen und mit aller Kraft für die Gesundheit von Mensch und Tier streiten.
Weiterführende Links:
BMELV: Entwurf Arzneimittelgesetz
Stellungnahme des BUND zum Arzneimittel-Gesetz
Reuters: Gesetz soll Antibiotika-Verbrauch in Tiermast senken, 19.9.2012
Antibiotika-Studie in NRW, 3.7.2012
Video: Antibiotika im Gemüse, 2.2.2012
Das Leben ist ein langer Gang mit sehr vielen Türen, man braucht nur den richtigen Schlüssel.

[Doku] Die Lügen der Lebensmittel Industrie
von Ozymandias am 20.09.2012 18:47
Das Leben ist ein langer Gang mit sehr vielen Türen, man braucht nur den richtigen Schlüssel.

[Doku] Mit Gift und Genen Monsanto
von Ozymandias am 20.09.2012 18:40
Heute sind 90 Prozent der angebauten gentechnisch veränderten Organismen "Monsanto"-Patente. Diesen Umstand halten viele für bedenklich. Das 1901 in St. Louis im US-Staat Missouri gegründete Unternehmen "Monsanto Chemical Works" war im 20. Jahrhundert weltweit eines der größten Chemieunternehmen, bevor es zum mächtigen Agrochemiekonzern wurde. In der Vergangenheit machte "Monsanto" mehrfach von sich reden. Das Unternehmen produzierte das im Vietnamkrieg zu trauriger Berühmtheit gelangte Herbizid Agent Orange, das heute als chemischer Kampfstoff klassifiziert ist. Zur Produktpalette gehört ferner der umstrittene Süßstoff Aspartam, das Wachstumshormon rBST zur Steigerung der Milchleistung von Kühen sowie die in der Industrie häufig verwendete Substanz PCB, die in Deutschland unter dem Namen Clophen bekannt ist und seit Beginn der 80er Jahre als hochgiftig eingestuft wird.
Heute ist "Monsanto" weltweiter Marktführer auf dem Gebiet der Biotechnologie. 90 Prozent der heute derzeit angebauten gentechnisch veränderten Organismen, unter anderem Soja, Raps, Mais und Baumwolle, sind "Monsanto"-Patente. Und über kurz oder lang scheint das Unternehmen die gesamte Nahrungsmittelkette zu kontrollieren. Überall auf der Welt gibt es mittlerweile transgene Organismen von "Monsanto". Aber noch nie hat ein agro-industrielles Patent so sehr die Gemüter erhitzt. Der Dokumentarfilm fragt nach den Gründen für die Aufregung und erklärt, worum es bei gentechnisch veränderten Organismen überhaupt geht. Am Ende steht die Frage, ob "Monsanto"-Produkte Fluch oder Segen für die Menschheit sind. Der Dokumentarfilm stützt sich auf bisher unveröffentlichte Dokumente und auf Stellungnahmen von Wissenschaftlern, Vertretern von Bürgerinitiativen, Geschädigten, Rechtsanwälten, Politikern sowie Vertretern der staatlichen Food and Drug Administration (FDA).
Die mit dem angesehenen Journalistenpreis "Albert Londres" ausgezeichnete Regisseurin Marie-Monique Robin hat drei Jahre in Nord- und Südamerika sowie in Europa und Asien recherchiert. Sie hat mit Bauern in Indien, Mexiko und Paraguay gesprochen, um die Geschichte des heute vielleicht mächtigsten Samenherstellers der Welt zu rekonstruieren. Dabei zeichnete sich hinter dem von den Werbekampagnen bedienten Image des sauberen und umweltfreundlichen Konzerns eine gnadenlos nach Marktführerschaft strebende Unternehmenspolitik ab.
Das Leben ist ein langer Gang mit sehr vielen Türen, man braucht nur den richtigen Schlüssel.

Re: Musik
von Ozymandias am 20.09.2012 18:18
Das Leben ist ein langer Gang mit sehr vielen Türen, man braucht nur den richtigen Schlüssel.

Re: Bilder, Bilder, Bilder
von Ozymandias am 14.09.2012 17:12


JoMa2012 Copyrighted Image ©. All rights reserved
Das Leben ist ein langer Gang mit sehr vielen Türen, man braucht nur den richtigen Schlüssel.

Re: Musik
von Ozymandias am 11.09.2012 16:25
Das Leben ist ein langer Gang mit sehr vielen Türen, man braucht nur den richtigen Schlüssel.

Re: Pyramiden in Bosnien?! Dr. Semir Osmanagich kommt nach Berlin
von Ozymandias am 08.09.2012 16:32@Heretix666
THX, super Beitrag...
Das Leben ist ein langer Gang mit sehr vielen Türen, man braucht nur den richtigen Schlüssel.

Wolfgang Wiedergut - Licht aus höheren Welten
von Ozymandias am 08.09.2012 16:21Das Leben ist ein langer Gang mit sehr vielen Türen, man braucht nur den richtigen Schlüssel.

Wolfgang.Eggert - Erst Manhattan dann Berlin
von Ozymandias am 08.09.2012 16:13Für alle die wissen wer oder was für 911, Irak, Japan, Krise verandwortlich ist und was noch passiert.
Cui bono? (Wem zum Vorteil?) Jetzt haben wir die Antwort...
Das Leben ist ein langer Gang mit sehr vielen Türen, man braucht nur den richtigen Schlüssel.



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