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Re: Chemtrails und Contrails
von weirdo am 26.08.2012 17:16Mit Wolken gegen den Wind
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/315994.html
Künstlich verdichtete Bewölkung soll Wirbelstürme zähmen Britische Forscher wollen durch Maßnahmen der Wolkenbildung die Brutstätten von Wirbelstürmen über dem Meer gezielt abschatten, um die Wassertemperatur zu verringern. Das drosselt die Energiezufuhr tropischer Wirbelstürme, so dass sie um bis zu eine Kategorie abgeschwächt werden könnten, sagen Alan Gadian von der University of Leeds und seine Kollegen.
Hurrikans, Taifune oder Zyklone – prinzipiell bezeichnen diese Begriffe alle das Gleiche, nämlich gewaltige Wirbelstürme. In den unterschiedlichen Regionen der Erde haben sie nur verschiedene Namen. Die Grundvoraussetzung für die Entstehung dieser Wetterphänomene sind Wassertemperaturen von über 26 Grad Celsius. Derartig warmes Wasser verdunstet in großen Mengen und steigt auf. Über der Meeresoberfläche entsteht somit Unterdruck, der weitere feucht-warme Luft nachsaugt, die den Sturm anheizt. Durch die Erddrehung gerät dann das ganze System in Rotation und bildet einen großflächigen Wirbel aus, der sich fortbewegt.
Schiffe sollen Wasser in Wolken sprühen
Der Schlüsselfaktor für die Kraft eines Wirbelsturms ist also die Wassertemperatur. Hier wollen die Forscher den Hebel ansetzen: "Wenn Sonnenlicht über dem Entwicklungsgebiet eines Wirbelsturms durch Wolken reflektiert wird, dann bleibt das Wasser kühler und dem Sturm steht somit weniger Energie zur Verfügung", erklärt Alan Gadian. Mit einer Methode, die sich „Marine Cloud Brightening“ (Meeres-Wolken-Aufhellung) nennt, wollen die Forscher diesen Effekt künstlich verstärken.
Dabei sollen Schiffe Meereswassertropfen in die Wolken über den Bildungszonen der Wirbelstürme sprühen. Die Meersalzaerosole steigen dann auf und verwandeln sich in Kondensationskeime, an denen die Wolkentröpfchen wachsen. Dadurch werden die Wolken weißer und können mehr Sonnenlicht reflektieren. In der Folge könnte sich die Wassertemperatur um ein paar Grad verringern, zeigen die Computermodelle der Forscher.
Ähnliche Technologien wurden bereits erfolgreich eingesetzt, um Regen auszulösen. China ließ beispielsweise 2008 Silberjodid in Wolken schießen, um sie vorzeitig abregnen zu lassen, damit die Zeremonien der Olympischen Spiele in Peking nicht gestört wurden. Beim „Marine Cloud Brightening“ sei allerdings nun fraglich, ob es nicht das Wetter in unerwünschter Weise beeinflussen könnte, geben die Forscher zu. „Es ist weitere Forschung nötig, bis klar ist, dass keine negativen Folgen für Niederschläge zu erwarten sind", so Gadian.
Alan Gadian (University of Leeds) et al.: Atmospheric Science Letters, DOI: 10.1002/ASL.402
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22869798
http://geoengineeringchem465.webs.com/cloudbrightening.htm
http://en.wikipedia.org/wiki/Geoengineering
http://en.wikipedia.org/wiki/Cloud_reflectivity_modification
http://en.wikipedia.org/wiki/Stratospheric_sulfur_aerosols_(geoengineering)

Bild: http://phys.org/news/2011-08-brightening-clouds-atmospheric-scientists-technique.html

Bild: http://earthobservatory.nasa.gov/Features/Aerosols/page4.php

Bild: http://www.ecofriend.com/eco-tech-marine-cloud-whitening-could-mask-the-effects-of-global-warming-for-a-while.html
Alles Wissen ist vergeblich ohne die Arbeit, und alle Arbeit ist sinnlos ohne die Liebe. ♥ [Khalil Gibran]
[PDF] "Klimawandel - was wissen wir wirklich?"
von weirdo am 26.08.2012 16:54"bild der wissenschaft research", August 2012:
INHALT
Erde im Klimawandel
Natürliche Einflüsse haben das Klima oft modifiziert. Nun kommt der Faktor Mensch hinzu.
Wechselhaftes Klima
Wie sich die Temperaturen in den letzten Jahrtausenden verändert haben.
Kompliziertes System Erde
Bei früheren Klimaveränderungen spielten geologische Prozesse eine dominierende Rolle.
Viele Größen im Spiel
Die Wissenschaft versteht manche Ursachen-Wirkungszusammenhänge noch nicht.
Welt im Wandel
Die Forderung einer Zwei-Grad-Beschränkung des Temperaturanstiegs greift zu kurz.
Effektiv handeln
Energiesparen, unkonventionelle Lagerstätten und CO2-Speicherung sind gute Perspektiven.
Wir werden uns anpassen müssen
Klimastabilität gibt es nicht. Doch es gibt Lösungen für die Probleme eines Klimawandels.
Das Fazit
Auch Wissenschaftler müssen bereit sein, sich von lieb gewonnenen Ansichten zu lösen.
Literaturauswahl
zum freien Download: 
Alles Wissen ist vergeblich ohne die Arbeit, und alle Arbeit ist sinnlos ohne die Liebe. ♥ [Khalil Gibran]
† Neil Armstrong ist tot
von weirdo am 26.08.2012 11:54Neil Alden Armstrong ist gestern im Alter von 82 Jahren nach einer Herz-OP verstorben.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Neil-Armstrong-ist-tot-1675113.html
NASA-Gimmick: Digitale Nachempfindung des Apollo11-Flugs, der Mondlandung
und des Rückflugs in fast Echtzeit mit Original-Funkverkehr, Bildern und Videos:
Interview mit Neil Armstrong , BBC, 1970: http://youtu.be/PtdcdxvNI1o (7min 30sec)
Videos auch zu Apollo11 bei fast-geheim.de: http://fast-geheim.de/Videos_Mond.html
Bild: Neil Armstong über Flugpapieren, 14 July 1969, Quelle Wikipedia
Alles Wissen ist vergeblich ohne die Arbeit, und alle Arbeit ist sinnlos ohne die Liebe. ♥ [Khalil Gibran]
Re: Bilder, Bilder, Bilder
von weirdo am 25.08.2012 19:05Aufnahmen von Vadim Trunov, Woronesch, Russland:

Quelle: http://www.dailymail.co.uk/sciencetech/article-2179750/Caught-downpour-stunning-pictures-insect-world-copes-wet-weather.html
Mehr von Vadim Trunov: vadimtrunov.35photo.ru
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Fossilien-Funde in Kenia: Weitere Vertreter der Gattung "Homo" entdeckt
von weirdo am 25.08.2012 18:56Bin gerade hierüber gestolpert:
Neue Fossilien, die im Osten des Turkana-Sees in Kenia entdeckt wurden, bestätigen nun, dass dort vor zwei Millionen Jahren neben unserem direkten Vorfahren Homo erectus zwei weitere Arten der Gattung Homo lebten.
Die Funde - ein Gesichtsschädel, ein bemerkenswert vollständiger Unterkiefer und der Teil eines zweiten Unterkiefers - werden in der renommierten Fachzeitschrift Nature am 9. August 2012 beschrieben. Ausgegraben wurden die Fossilien zwischen 2007 und 2009 im Rahmen des von Meave und Louise Leakey geleiteten Koobi Fora Forschungsprojekts (Koobi Fora Research Project, KFRP).
Fred Spoor, KFRP-Mitglied und Wissenschaftler der Abteilung Humanevolution am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie koordinierte die wissenschaftlichen Untersuchungen der Fossilien. Zahlreiche Analysen wurden in Leipzig durchgeführt, darunter auch die virtuelle Rekonstruktion der neuen Funde mittels modernster Computertechnologie.
Ganzer Artikel:
www.archaeologie-online.de/magazin/nachrichten/neue-zweige-im-stammbaum-des-menschen-22785
Hier ein weiterer Artikel dazu: www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1835250
Meave Leakey, Turkana Basin Institute, (l.) und Fred Spoor, Max-Planck-Institut für evolutionäre
Anthropologie, (r.) sichten Fossilien am Turkana See. (Bild: National Geographic/Mike Hettwer
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Re: IDA unser Vorfahr?
von weirdo am 25.08.2012 18:42Hier nochmal die Doku (dürfte sie sein), weil leider die Videos oben entfernt wurden:
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Re: Freimaurer
von weirdo am 20.08.2012 12:42Dann gib mir doch einfach das nächste Mal vorher per PN Bescheid, dann nehme ich auf diese Befindlichkeit gern Rücksicht. Meine Administration hier hat mit der Beantwortung von Fragen, die in diesem öffentlichen Forum an die Allgemeinheit gerichtet sind ("Hat jemand eine Ahnung, wann die Fenster der Stabskirche Hahnenklee gefertigt wurden?"), nichts zu tun.
Möchtest Du eigentlich private Aversionen klären - gern dann auch per PN.
Alles Wissen ist vergeblich ohne die Arbeit, und alle Arbeit ist sinnlos ohne die Liebe. ♥ [Khalil Gibran]
Re: Bundeswehreinsatz im Inneren: Soldaten fürs aufsässige Volk
von weirdo am 19.08.2012 00:36"Zur Abwehr einer drohenden Gefahr für den Bestand oder die freiheitliche demokratische Grundordnung des Bundes oder eines Landes kann die Bundesregierung, wenn die Voraussetzungen des Artikels 91 Abs. 2 vorliegen und die Polizeikräfte sowie der Bundesgrenzschutz nicht ausreichen, Streitkräfte zur Unterstützung der Polizei und des Bundesgrenzschutzes beim Schutze von zivilen Objekten und bei der Bekämpfung organisierter und militärisch bewaffneter Aufständischer einsetzen. Der Einsatz von Streitkräften ist einzustellen, wenn der Bundestag oder der Bundesrat es verlangen." (Grundgesetz, Artikel 87a)
Dokumente dazu:
http://www.ndr.de/suche10.html?query=reservistenkonzeption
- Landesverteidigung als Bündnisverteidigung im Rahmen der NATO,
- internationale Konfliktverhütung und Krisenbewältigung – einschließlich des Kampfs gegen den internationalen Terrorismus,
- Beteiligung an militärischen Aufgaben im Rahmen der Gemeinsamen Si-cherheits- und Verteidigungspolitik der Europäischen Union (EU),
- Beiträge zum Heimatschutz, d.h. Verteidigungsaufgaben auf deutschem Hoheitsgebiet sowie Amtshilfe in Fällen von Naturkatastrophen und schweren Unglücksfällen, zum Schutz kritischer Infrastruktur und bei innerem Notstand,
- Rettung und Evakuierung sowie Geiselbefreiung im Ausland,
- Partnerschaft und Kooperation als Teil einer multinationalen Integration und globalen Sicherheitszusammenarbeit im Verständnis moderner Verteidigungsdiplomatie und
- humanitäre Hilfe im Ausland.
http://de.wikipedia.org/wiki/Heimatschutzbataillon
http://de.wikipedia.org/wiki/Innerer_Notstand
http://de.wikipedia.org/wiki/Notstandsverfassung
Die Pressemitteilung des BVerfG von gestern, 17. August 2012:
http://www.bverfg.de/pressemitteilungen/bvg12-063.html (Beschluss vom 3. Juli 2012)
Insbesondere stellt nicht eine Gefahrensituation, die ein Land mittels seiner Polizei nicht zu beherrschen imstande ist, allein schon aus diesem Grund einen besonders schweren Unglücksfall im Sinne des Art. 35 Abs. 2 Satz 2, Abs. 3 Satz 1 GG dar.
Die Voraussetzungen des besonders schweren Unglücksfalls gemäß Art. 35 Abs. 2 und 3 GG bestimmen sich in Abgrenzung zu den verfassungsrechtlichen Vorgaben für den Einsatz der Streitkräfte im inneren Notstand. Auf der Grundlage von Art. 35 Abs. 2 und 3 GG können Streitkräfte daher nur in Ausnahmesituationen eingesetzt werden, die nicht von der in Art. 87a Abs. 4 GG geregelten Art sind.
So stellen namentlich Gefahren für Menschen und Sachen, die aus oder von einer demonstrierenden Menschenmenge drohen, keinen besonders schweren Unglücksfall im Sinne des Art. 35 GG dar.
Denn nach Art. 87a Abs. 4 Satz 1 GG dürfen selbst zur Bekämpfung organisierter und militärisch bewaffneter Aufständischer Streitkräfte auch dann, wenn das betreffende Land zur Bekämpfung der Gefahr nicht bereit oder in der Lage ist, nur unter der Voraussetzung eingesetzt werden, dass Gefahr für den Bestand oder die freiheitliche demokratische Grundordnung des Bundes oder eines Landes besteht.
Tja, dann hoffe ich mal, dass sich "sonstige Unterstützungsmaßnahmen" wie in Heiligendamm nicht wiederholen... ;)
Das Grundgesetz in seiner gegenwärtigen Fassung schließt den Kampfeinsatz der Streitkräfte im Inneren mit spezifisch militärischen Waffen sowohl in Fällen des regionalen (Art. 35 Abs. 2 Satz 2 GG) wie in Fällen des überregionalen (Art. 35 Abs. 3 Satz 1 GG) Katastrophennotstandes aus. Mit seiner Antwort auf die zweite Vorlagefrage würdigt das Plenum weder hinreichend den Wortlaut der einschlägigen Verfassungsnormen unter Berücksichtigung der Entstehungsgeschichte noch erfolgt eine systematische Auslegung mit Blick auf die Einheit der Verfassung als „vornehmstes Interpretationsprinzip". Insoweit hat der Plenarbeschluss im Ergebnis die Wirkungen einer Verfassungsänderung.
1. Auch und gerade seitdem nach der Notstandsgesetzgebung anders als vor 1968 der Einsatz des Militärs im Inneren nicht mehr schlechthin unzulässig ist, bleibt strenge Restriktion geboten. Es ist sicherzustellen, dass die Streitkräfte niemals als innenpolitisches Machtinstrument eingesetzt werden. Abgesehen von dem extremen Ausnahmefall des Staatsnotstandes, in dem nur zur Bekämpfung organisierter und militärisch bewaffneter Aufständischer als letztes Mittel auch Kampfeinsätze der Streitkräfte im Inland zulässig sind (Art. 87a Abs. 4 GG), bleibt die Aufrechterhaltung der inneren Sicherheit allein Aufgabe der Polizei. Ihre Funktion ist die der Gefahrenabwehr und nur über hierfür geeignete und erforderliche Waffen darf die Polizei verfügen; hingegen sind Kampfeinsätze der Streitkräfte auf die Vernichtung des Gegners gerichtet, was spezifisch militärische Bewaffnung notwendig macht. Mit dieser strikten Trennung zieht unsere Verfassung aus historischen Erfahrungen die gebotenen Konsequenzen und macht den grundsätzlichen Ausschluss der Streitkräfte von bewaffneten Einsätzen im Inland zu einem fundamentalen Prinzip des Staatswesens. Wer hieran etwas ändern will, muss die zu einer Verfassungsänderung erforderlichen parlamentarischen Mehrheiten für sich gewinnen, was Anfang 2009 nicht gelungen ist. Es ist nicht Aufgabe des Bundesverfassungsgerichts, hier korrigierend einzugreifen.
2. Dass ein Einsatz der Streitkräfte mit militärischer Bewaffnung in beiden Fällen des Katastrophennotstandes von Verfassungs wegen untersagt ist, lässt sich mit einer historischen Verfassungsinterpretation, vor allem aber mit einer systematischen Auslegung des Grundgesetzes begründen. Entgegen der Auffassung des Plenums hat der Rechtsausschuss des Bundestages im Rahmen der Notstandsgesetzgebung im Jahr 1968 eine klare Entscheidung getroffen und in seinem damaligen Bericht, der Grundlage für den Gesetzgebungsbeschluss des Bundestages zur Verfassungsänderung war, unmissverständlich vorgeschlagen, den Einsatz militärisch bewaffneter Streitkräfte auf den Staatsnotstand als eine besonders gefährdende Situation des inneren Notstandes (Art. 87a Abs. 4 GG) zu beschränken. Zudem lässt das Plenum völlig außer Acht, dass zur Zeit der Notstandsgesetzgebung eine weitergehende Zulassung des Einsatzes militärisch bewaffneter Einheiten der Streitkräfte im Inneren politisch nicht durchsetzbar gewesen wäre. Im Einklang damit steht die Systematik, die das Grundgesetz mit der Implementierung der „Notstandsverfassung" erfahren hat. Die strikte Trennung der Regelung des Katastrophennotstandes einerseits von der des inneren Notstandes andererseits belegt, dass diese beiden Fälle des Streitkräfteeinsatzes im Inneren völlig unterschiedliche, sich nicht überschneidende Anwendungsbereiche haben und deshalb nicht durch die Zulassung spezifisch militärischer Bewaffnung auch in Fällen des Katastrophennotstandes vermengt werden dürfen. Zudem lässt auch der Umstand, dass der verfassungsändernde Gesetzgeber mit der Bundesregierung einem Kollegialorgan die Zuständigkeit für die Einsatzentscheidung zuweist, nur den Schluss zu, dass er von vornherein den Einsatz spezifisch militärischer Waffen im Katastrophennotstand nicht für erforderlich hielt und damit auch nicht legitimieren wollte. Denn Gefährdungslagen, denen effektiv nur mit dem Einsatz solcher Waffen mit Vernichtungskraft begegnet werden kann, sind dadurch gekennzeichnet, dass ihrer Beseitigung jede zeitliche Verzögerung abträglich ist. Daher wäre die Betrauung eines in der Entscheidungsfindung vergleichsweise schwerfälligen Kollegialorgans mit der Initiativbefugnis zum Einschreiten gerade auch mit Blick auf die vom verfassungsändernden Gesetzgeber angestrebte „wirksame Bekämpfung" dysfunktional.
3. Der Plenarbeschluss kann mit den von ihm entwickelten Kriterien eine Umgehung der engen Voraussetzungen des inneren Notstandes nach Art. 87a Abs. 4 GG durch die weniger strengen Voraussetzungen des Katastrophennotstandes nicht verhindern. Der Versuch der weiteren Eingrenzung des bewaffneten Streitkräfteeinsatzes durch das Erfordernis eines „unmittelbar bevorstehenden" Schadenseintritts „von katastrophischen Dimensionen" wird der nötigen Klarheit und Berechenbarkeit nicht gerecht. Es handelt sich um gänzlich unbestimmte, gerichtlich kaum effektiv kontrollierbare Kategorien, die in der täglichen Anwendungspraxis - etwa bei regierungskritischen Großdemonstrationen - viel Spielraum für subjektive Einschätzungen, wenn nicht gar voreilige Prognosen lassen. Das ist jedenfalls bei Inlandseinsätzen militärisch bewaffneter Streitkräfte nicht hinnehmbar. Im Schatten eines Arsenals militärischer Waffen kann freie Meinungsäußerung schwerlich gedeihen.
4. Im Übrigen bietet der durch den Plenarbeschluss nun erweiterte Einsatz bewaffneter Streitkräfte im Inneren für den Schutz der Bevölkerung namentlich vor terroristischen Angriffen keine messbaren Vorteile. Zwar mag es danach nunmehr zulässig sein, dass Kampfflugzeuge unter den Voraussetzungen des § 14 Abs. 1 LuftSiG „Luftfahrzeuge abdrängen, zur Landung zwingen, den Einsatz von Waffengewalt androhen oder Warnschüsse abgeben". Die erfolgreiche Gefahrenabwehr durch solche Maßnahmen wird allerdings insbesondere in „Renegade"-Fällen deshalb wenig wahrscheinlich sein, weil der Abschuss von Flugzeugen, in denen sich Passagiere und Besatzungsmitglieder befinden, mit dem Grundrecht auf Leben in Verbindung mit der Garantie der Menschenwürde unvereinbar ist und unzulässig bleibt. Es kommt hinzu, dass - auch nach der Auffassung des Plenums - ohne Verfassungsänderung allein die Bundesregierung nach Maßgabe des Art. 35 Abs. 3 Satz 1 GG über den Einsatz militärischer Waffen gegen Luftfahrzeuge befinden kann, was angesichts des vergleichsweise kleinen deutschen Luftraums kaum jemals zu einer rechtzeitigen Maßnahme führen wird. Soll danach der Rahmen, den das materielle Verfassungsrecht für eine effektive Abwehr von Gefahren aus dem Luftraum lässt, genutzt werden, so ist trotz der nun erweiterten Zulässigkeit von Kampfeinsätzen eine Verfassungsänderung gleichwohl unvermeidlich.
Alles Wissen ist vergeblich ohne die Arbeit, und alle Arbeit ist sinnlos ohne die Liebe. ♥ [Khalil Gibran]
Re: Gedichte
von weirdo am 18.08.2012 22:39Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
ist wert, dass es zugrunde geht;
Drum besser wär´s, dass nichts entstünde.
So ist denn alles, was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz, das Böse nennt,
Mein eigentliches Element.
Mephistopheles in "Faust", J.W. Goethe
Alles Wissen ist vergeblich ohne die Arbeit, und alle Arbeit ist sinnlos ohne die Liebe. ♥ [Khalil Gibran]
Re: Lyrics
von weirdo am 18.08.2012 22:22Mark Knopfler - Brothers in arms
These mist covered mountains
Are a home now for me
But my home is the lowlands
And always will be
Some day you'll return to me
Your valleys and your farms
And you'll no longer burn
To be brothers in arms
Through these fields of destruction
Baptisms of fire
I've witnessed all your suffering
As the battle raged higher
And though they did hurt me so bad
In the fear and alarm
You did not desert me
My brothers in arms
There's so many different worlds
So many different suns
And we have just one world
But we live in different ones
Now the sun's gone to hell
And the moon's riding high
Let me bid you farewell
Every man has to die
But it's written in the starlight
And every line on your palm
We're fools to make war
On our brothers in arms
Alles Wissen ist vergeblich ohne die Arbeit, und alle Arbeit ist sinnlos ohne die Liebe. ♥ [Khalil Gibran]


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